Druckschrift 
Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung
Entstehung
Einzelbild herunterladen

40

Um 27. Sonntage nach Trinitatis.

allen euren Verfolgungen und Trüb: den Krämern und kaufet für euch selbst. salen, die ihr duldet; welches an- Und da sie hingiengen zu kaufen, kam zeigt, daß Gott recht richten wird, der Bräutigam, und welche bereit und ihr würdig werdet zum Reiche waren, giengen mit ihm hinein zur Gottes, über welchem ihr auch leidet. Hochzeit, und die Thüre ward ver­Nachdem es recht ist bei Gott, zu schlossen. Zulegt kamen auch die an­vergelten Trubsal denen, die euch dern Jungfrauen und sprachen: Herr, Trubsal anlegen, euch aber, die ihr Herr, thue uns auf. Er antwortete Trubsal leidet, Ruhe mit uns, wann aber und sprach: Wahrlich, ich sage nun der Herr Jesus wird offenbaret euch, ich kenne euer nicht. Darum werden vom Himmel, samt den wachet, denn ihr wisset weder Tag Engeln seiner Kraft, mit Feuerflam- noch Stunde, in welcher des Menschen men, Rache zu geben über die, so Sohn kommen wird. Gott nicht erkennen, und über die, so nicht gehorsam sind dem Evangelio

unſers Herrn Jeſu Chriſti. Welche

werden leiden, das ewige Ver­derben von dem Ungesicht des Herrn, und von seiner herrlichen Macht; wann er kommen wird, daß er herr lich erscheine mit seinen Heiligen, und wunderbar mit allen Gläubigen. Denn unser Zeugniß an euch von dem­jelbigen Tage habt ihr geglaubt.

Epistel, 1 Thess. 5, v. 1:11.

Von den Zeiten aber und Stunden

lieben ist nicht

zu schreiben, denn ihr selbst wisset ges wiß, daß der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht. Denn wann sie werden sagen: es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwanger Weib, und werden nicht entfliehen.

Evang. am 27. Sonnt. n. Trinit., 3hr aber, lieben Brüder, seid nicht

Matth. 25, v. 1= 13,

in der Finsterniß daß euch der Tag ann wird das Himmelreich gleich wie ein Dieb ergreife. Ihr seid all­sein zehn Jungfrauen, die zumal Kinder des Lichts, und Kinder ihre Lampen nahmen, und giengen des Tages; wir sind nicht von der aus, dem Bräutigam entgegen. Aber Nacht, noch von der Finsterniß. So fünf unter ihnen waren klug, und laßt uns nun nicht schlafen, wie die fünf waren thòricht. Die Thörichten andern, sondern lasset uns wachen und nahmen ihre Lampen, aber sie nah- núchtern sein. Denn die da schlafen, men nicht Del mit sich. Die Klugen die schlafen des Nachts, und die da aber nahmen Del in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig, und entschliefen. Zur Mit ternacht aber ward ein Geschrei: siehe der Bräutigam kommt, gehet aus, ihm entgegen. Da standen diese Jung­frauen alle auf, und schmückten ihre Lampen. Die thòrichten aber sprachen zu den klugen: Gebet uns von eurem Dele, denn unsere Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen, und spra-: chen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu

trunken sind, die sind des Nachts trun: ken. Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angethan mit dem Krebs des Glaubens und der Liebe, und mit dem Helm der Hoff­nung zur Seligkeit. Denn Gott bat uns nicht gesegt zum Born, sondern die Seligkeit zu besigen, durch unseren Herrn Jesum Chriftum, der für uns gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet euch untereinander, und bauet einer den andern, wie ihr denn thut.