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Um 15. und 16. Sonntage nach Trinitatis. einander uns zu entrüften und zu haffen. Lieben Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilet würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmüthigem Geist, die ihr geistlich seid. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdeft. Einer trage des andern East, so wer det ihr das Geles Christi erfüllen. So aber sich Jemand läßt dunken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betrüget sich selbst. Ein Jeglicher aber prüfe sein selbst Werk, und als: dann wird er an ihm selber Ruhm baben und nicht an einem andern. Denn ein Jeglicher wird seine eigene Laft tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unter: richtet. Srret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sået, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sået, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten. Wer aber auf den Geift sået, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Laßt uns aber Gutes thun und nicht müde werden, denn zu ſeiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes thun an Jedermann, aller: meist aber an den Glaubensgenossen.
Evang. am 15. Sonnt. n. Trinit., Matth. 6, v. 24= 34. ien iemand kann zween Herren die nen; entweder er wird einen hassen und den andern lieben, oder er wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinfen werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an sie såen nicht, sie ernten nicht, fie fammeln nicht in die Scheunen, euer himmlischer Vater ernähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr, denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Långe eine Elle zuseßen möge, ob er gleich darum forget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen, sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch. daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht be: kleidet gewesen ist, als derselben Eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute ftehet und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht vielmehr euch thun? Dihr Kleingläubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was Evang. m 16, Sonnt. n. Trinit.,
Luc. 7, v. 11:17,
werden wir essen? Was werden wir
trinken? Womit werden wir uns Und es begab sich darnach, daß er
kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum forget nicht für den andern Morgen, denn der morgende Tag wird für das seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe. Epistel, Gal. 5, v. 25 bis Cap. 6, v. 10.
in mit Nain gieng, und seiner Junger giengen viel mit ihm, und vieles Volk. Als er aber nahe an das Stadtthor kam, siehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe, und vieles Volk aus der Stadt gieng mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen, und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und rührte den Sarg an, und die Tråger standen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf! Uno der Todte richtete sich auf, und fieng an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle 3
o wir im Geiste leben, so laßt uns auch im Geiste wandeln. Laßt uns nicht eitler Ehre geizig sein, unter


