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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
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. uns reich­

70 Vor und nach der Predigt.

reichlich widerfahren, auf auch muthwillig verachten, daß wir, durch dein heilig verfolgen und lästern. Eingeben, denken was recht

Luther.

ist, und durch deine Wir­

kung dasselbige vollbringen, Niebster GOtt, gieb uns um Jesu Christi, deines Sohnes, unsers HErrn willen. Amen. Luther.

deinen heiligen Geist, der das gehörte Wort in un­ser Herz schreibe, also, daß wir annehmen, glauben, und uns dessen in Ewig­

Vor der Predigt.

Nieber GOtt, du spricht keit erfreuen und trösten durch deinen lieben mögen. Amen. Luther.

Nach der Predigt.

Sohn die selig, so dein Wort hören. Wie viel billi­ger wäre es, daß wir dich, ieber HErr Christe, der o ewiger, barmherziger Va- du mein Herz mit dei­ter, ohne Unterlaß mit ner Wahrheit erleuchtet fröhlichem Herzen selig haft, wollest mir auch dei­preiseten, dir dankten und nen Geist und Kraft ge­dich lobten, daß du dich so ben zu thun und zu lassen, freundlich, ia väterlich ge- was deinem gnädigen Wil­gen uns arme Würmlein len wohl gefällt. Amen. erzeigest, und mit uns von der größten und höchsten

Luther.

Sache,

Nieber

gen Leben und Seligkeit, fte, bereite, stärke und redest. Gleichwohl unter befestige uns vollends zu läsfest du es nicht, uns deinem ewigen Reich, mit freundlich zu locken durch aller Fülle deiner Weis­deinen Sohn, dein Wort heit und Erkenntniß. Dir zu hören, da er spricht: sei Lob und Dank in Ewig­Selig find, die GOttes feit. Amen. Wort hören und behalten; als könntest du unsers Ge­hörs nicht entbehren, und wir, die wir Erd und Asche

Luther.

find,

Danksagung für das gehörte Wort GOttes.

GOtt, Vater aller Barmherzigkeit, danken dir höchlich und alle­

mehr deines seligen Wor­

tes bedürften. Ď wie un- zeit, daß du uns, nach dem aussprechlich groß und überschwenglichen Reich­wundersam ist deine Güte thum deiner Gnaden, haft und Geduld! Wiederum gebracht zu dem Schatz Ach und Wehe über die deines Wortes, darinnen Undankbarkeit und Staar- wir haben Erkenntniß dei­blindheit derer, die dein nes lieben Sohnes, das ist Wort nicht allein nicht ein sicher Pfand unsers hören wollen, sondern es Lebens und Seligkeit, die

im