Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten / ... und einer Vorrede von Johann Porst
Entstehung
Einzelbild herunterladen

66

Danksagung nach der Reise.

von Herzen, du wollest mit| Engel Raphael frisch und mir und vor mir herziehen, gesund hin und her bin und mich den rechten Weg geleitet worden. Dieses führen, auch zu rechter alles habe ich deiner våter­Zeit gesund wieder heim- lichen Fürsorge und all­bringen. Trage mich, wie machtigem Schuße zu dan­ein Mann seinen Sohn ken, und bitte dich von trågt, durch alle Wege, Herzen, du wollest mich dahin ich wandern muß. und die Meinigen fortan Decke mich mit deiner auch gnädiglich behüten Hand, und errette mich und in deinen Schuß neh­von der Hand der Feinde. men, und an Leib und Laß mich deine Engel be- Seele bis zum ewigen Le­gleiten, und alles wohl ben seliglich erhalten, um schicken, was ich vorhabe; JEfu Christi willen. Amen. also, daß ich mit Freu­

den wieder heim komme, Um Bereitung zum seli­flüglich handele, und mir gen Sterben.

alles wohl gelinge. Bewah

Ach du lieber GOtt und

Ein­

lebe,

re gang von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

Danksagung nach der Reiſe.

Sn

ich weiß nicht wie lange. Ich muß sterben, und weiß nicht wann. Du, mein himmlischer Vater, weißt es. Wohlan, soll dieset Tag nådiger GOtt, himm-( diese Nacht) oder dieſe lischer Vater, ich Stunde die lehte meines danke dir von Grund mei- Lebens sein, HErr, dein nes Herzens, daß du mich Wille geschehe, der ja alle­meine vorgehabte Reise zeit und allewege allein der haft glücklich lassen voll- beste ist. Nach demselben bringen, und mich durch deinem heiligen Willen bin meiner lieben Engel Schuß ich allezeit bereit, in wah­mit Freuden wiederum zu rem Glauben an JEsum den Meinigen gebracht, und Christum, meinen Erlöser, vor allem Hebel, Frrthum zu leben und zu sterben. und Feindschaft våterlich Allein, mein frommer bewahret, daß ich nicht von GOtt, gewähre mir nur Räubern und Mördern diese Bitte, daß ich nicht bin umgebracht oder in möge plößlich in meinen Wassernoth und andere Sünden sterben und ver­Fährlichkeiten gerathen, derben. Gieb mir recht­daß ich auch keinen Arm schaffene Erkenntniß, Reue oder Bein gebrochen, noch und Leid über meine be­sonst beschädigt bin: in gangenen Sünden, und Summa, daß ich wie der stelle fie mir noch in die­junge Lobias durch den sem Leben unter Augen, da­