Am 12. und 13. Sonntage nach Trinitatis.
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leben, etliche aber sind entschlafen. Dar-| tödtet, und in die Steine ist gebildet, nach ist er gesehen worden von Jacobo, Klarbeit hatte, also daß die Kinder darnach von allen Aposteln. Am letzten Israel nicht konnten ansehen das Annach Allen ist er auch von mir, als gesicht Mose, um der Klarheit willen einer unzeitigen Geburt, gesehen wor- seines Angesichts, die doch aufhöret: den. Denn ich bin der Geringste unter wie follte nicht vielmehr das Amt, das den Aposteln, als der ich nicht werth den Geist giebt, Klarheit haben? Denn bin, daß ich ein Apostel beiße, darum, so das Amt, das die Verdammniß daß ich die Gemeinde Gottes verfolget prediget, Klarheit bat, vielmehr bat habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, das ich bin, und seine Gnade an mir überschwengliche Klarheit. ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet, denn fie
alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.
Evang. am 13. Sonnt. n. Trinit.,
Luc. 10, v. 23-37.
Und er wandte ſich zu ſeinen Jüngern
und sprach insonderheit: Selig find die Augen, die da sehen, das ihr sehet.
Denn ich sage euch: Biel Propheten und Könige wollten sehen, das ihr sehet, und habens nicht gesehen, und hören, das ihr höret, und habens nicht gehöret. Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liefest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüthe, und deinen Nächsten als dich felbft. Er aber sprach zu ihm: du haft recht geantwortet. Thue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen, und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus, und sprach: Es war ein Mensch, der gieng von Jerufalem hinab gen Jericho, und fiel unter die Mörder, die zogen ihn aus, und schlugen ihn und giengen davon, und ließen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbige Straße hinabzog, und da er ihn sahe, gieng er vorüber. Deffelbigen gleichen auch ein Levit, da er kam bei die Stätte, und sahe ihn, gieng er vorilber. Ein Samariter aber reisete und kam dahin, und da er ihn sabe, jammerte ihn sein, gieng zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Del und Wein
Evang. am 12. Sonnt. n. Trinit.,
Marcus 7, v. 31-37.
Und da er wieder ausgieng von den Grenzen Tyri und Sidon, kam er an das Galiläische Meer, mitten unter die Grenze der zehen Städte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volke besonders, und legte ihm die Finger in die Ohren, und spüßzete und rübrete feine Zunge, nad sab auf gen Himmel, seufzete, und sprach zu ihm: Hephata! das ist, thue dich auf. Und alsbald thaten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge
ward fos und redete recht. Und er ver
bot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Se mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten, und verwunderten sich über die Maaße und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.
Epistel, 2. Cor. 3, v. 4-9. in solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht, daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken, als von uns selber, sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott, welcher uns auch tichtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen TeftaMents, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tödtet, aber der Geist machet lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben


