Druckschrift 
Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
Entstehung
Einzelbild herunterladen

und seinen Vollkommenheiten.

17

4. Unendlich reich, ein Meer von Von der Ewigkeit und Under­Seligkeiten, ohn Anfang Gott, und Gott in ewgen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich?

änderlichkeit Gottes.

5. Was ist und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar.

6. Er ist um mich, schafft, daß ich ficher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich.

7. Er ist dir nah, du fizest oder geheft. Ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöheft: so ist er allent­halben da.

8. Er fennt mein Flehn und allen Rath der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt mir gnädig beizuftehn.

9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war.

10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr! immer dar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein.

11. Wer kann die Pracht von dei­nen Wundern faffen? Ein jeder Staub, den du haft werden lassen, verkün­digt seines Schöpfers Macht.

12. Der leinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Pfalm!

13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden; und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand.

Mel. Liebster Jesu, wir sind hier.- 4.

20. ott, du bist von Ewig­Gott feit! und dein herrlich

großes Wesen ändert sich zu feiner Zeit; du bleibst stets, was du gewe­sen. Laß dies meinen Geist beleben, ehrfurchtsvoll dich zu erheben.

2. Ewig und unwandelbar ist, o Gott, dein hohes Wissen. Was dir einmal Wahrheit war, wird es ewig bleiben müssen. Niemals kann dein Ausspruch fehlen; laß mich ihn zum Leitstern wählen.

3. Herr, du bist kein Menschenkind, daß dich etwas reuen sollte. Immer bleibst du gleich gefinnt. Was dein Rathschluß vormals wollte, willst du noch. hilf uns allen thun nach deinem Wohlgefallen.

4. Immer bleibst du, Gott! ein Feind derer, die das Unrecht üben. Smmer bleibst du, Gott! ein Freund derer, die das Gute lieben. Laß uns darum schon auf Erden, deinem Bilde ähnlich werden.

5. Deine Worte trügen nicht! Du bist ewig der Getrene, der das hält, was er verspricht. D, daß dies mich ftets erfreue! Laß nur deinen Geift mich treiben, dir, Herr, auch getreu zu bleiben.

14. Rein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält?

6. Stets ist Wohlthun deine Luft; ewig währet deine Liebe. Wohl mir, wenn auch ich mit Lust mich in dei­nem Willen übe! Dann, o Herr, wirds meiner Seelen nie an wahrem Wohlfein fehlen.

7. Erd und Himmel wird ver­gehu; alle Welt wird mich verlassen. Sur du bleibst mir ewig stehn; deine Hand wird mich umfassen, wenn ich nun von hinnen scheide. Ewig bist du meine Freude.

8. Laß mir doch zu jeder Zeit, 15. 3ft Gott mein Schutz, will Herr des Himmels und der Erden, Gott mein Netter werden, so frag diefe deine Ewigkeit einen starken ich nichts nach Himmel und nach Antrieb werden, dich zu lieben, dir Erden, und biete selbst der Hölle zu tranen, und auf deinen Troft z Truts. bauen.

2