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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche der Reformirten Gemeinden in Kurpfalz
Entstehung
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des Gerzens 2c.

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Vater! Gieb, daß dieser Gedanke von deiner Liebe, und Vatertreue mir ben allen Schicksalen und Prüfun gen dieses Lebens gegenwärtig und lebhaft sey, daß Dadurch aller Unmuth, der sich ben mir regt, überwuns den, und alles Mistrauen, das in mir empor steiget, ausgerottet werde: du, o Gott! verfagest uns oftmals deinen irrdischen Seegen, damit wir lernen, unfere Undankbarkeit einsehen, den Misbrauch deiner Gaben bereuen, und auf bessere Gedanken zurückgeführet roers den; Du strafest unseren Erdbodem mit schädlicher Trockenheit, oder gefährlichen Ueberschwemmungen, damit unser Stolz gebeuget, unsere Zügellosigkeit bes kämpfet, und das Gefühl unserer Abhängigkeit in uns erwecket und erneuert werde. Was wird aus dem Mens schen, wenn er deiner vergißt, und was aus den Men­schenkindern, wenn sie ungeahndet und unbestraft deine gute Gaben misbrauchen? Durch Misbrauch und Une gerechtigkeit können wir uns nichts anders als Stras fen und Gerichte zuziehen, unsere böse Lüfte und vers dorbene Begierden halten auf den Zufluß deiner Güte, und wenden ab von uns deinen väterlichen Geegen; Unser Verderben kömmt von uns; Unserer Strafen Schöpfer sind wir, wir haben in mancherley Stücken unrecht gethan, und uns verfündiget an deinem heilis gen Namen. Gott und Vater! Wir erkennen dein Recht, und unsere Ungerechtigkeit: wir flehen dich an um Gnade und Erbarmung; Vergieb deinem Volk feine Sünden nach deiner Gnade. Besuche die Erde wieder und wässere sie, und lasse die Wolken von Fett triefen( laß sie nicht in den Fluthen versinken, und die Saat im Wasser verderben) erneure durch deine Güs te die Gestalt der Erde, und komme zu Hülfe den Bes dürfnissen der Elenden, Herr, erhöre das Geschrey der Armen und Dürftigen! Laß es genug seyn, daß wir unser Brod im Schweiß unsers Angesichts effen, und strafe uns nicht mit dem Mangel dieses vornehmsten Theils

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