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künftig in der Erfüllung meiner Pflichten unermüdet und eifrig seye, und mit freudigem Herzen auch ans dern Gutes erweise, und mir dadurch die reine Freus den eines guten Gewissens erwerbe in der Zeit und in der Ewigkeit. Amen.
Pf. 66. 20. Belobet sey Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wens det.
14. Gebet eines Dienstboten und Taglöhners,
Ps. 128, 1. 2. Wohl dem, der den gerrn fürch, tet, und auf seinen Wegen gehet. Du wirst dich nähren deiner Sånde Arbeit: Wohl dir, du hast es gut.
Swiger und allmächtiger Gott, Herr der Herrn und König der Könige! vor dir sind wir alle Staub und Asche, vor dir darf sich kein Mensch brüsten noch erheben: Du hast beyde den Reichen und den Armen gemacht; Du hast das Loos deiner Menschen mit vás terlicher Weisheit verschieden ausgetheilet; Du haft den einen dem anderen unterthan gemacht, und zum brüderlichen Schuß empfohlen. Vater! so gering ich auch immer bin, ich freue mich deiner Liebe, und werde froh meines Daseyns. Ich bete an deine Fürsehung, und unterwerfe mich deiner göttlichen Ordnung; Ich widme mich dem Stande, zu dem du mich berufen hast, und finde darin Stof, dich kennen zu lernen und mich zu vervollkommnen. Ich danke dir, daß ich lebe, und gesund und stark bin; Wie groß, und von manchem unerkannt sind diese Seegnungen! daß es mir erlaubt ist mein Gebet vor dir auszuschütten, und dich als meis nen Vater anzurufen, und daß auch ich durch die Pres digt deines Evangeliums berufen bin zum Licht, und zur lebendigen Hoffnung der seeligen Unsterblichkeit. Verzeihe mir, Vater! wenn ich jemal über meinen niedris


