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Mensch, über uns zürnte, sondern, weil wir durch das Gebet, und die Rückkehre zu Gott, zur Erkenntniß unserer Fehltritte ges bracht, von unserer Bosheit genesen, so wers den wir der sich immer gleichen Güte Gottes nur wieder fähig und würdig.
Auf die Frage: um was man beten soll? ist jetzt die Antwort auch ganz leicht.
Um das wahrhaft Gute sollen wir bitten. Aber wie mag dieß der kurzsichtige Mensch erkennen, der so oft das Böse für gut, und das Gute für bis hålt? Darum müssen wir in unserm Gebete nicht schlechterdings und durchaus, gleichsam mit einem frommen Ungestumme und Eigensinne, diefes oder jenes von Gott verlangen; nicht von Gott begeh ren, was uns gut und erwünschlich scheinet, sondern was Er als gut und Heilsam für uns erkennt. Wir müssen allen thôrichten Wünschen entfagen, Gott nichts vorschreiben, und die Erfüllung dessen, was wir bitten, ihm völlig anheimstellen. Der Gedanke, daß Gott unser Vater ist, der alles nach seiner Weisheit, zu unserm Besten lenket, muß unser Bittgebet innig und zuversichtlich


