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Neues Gebetbuch für aufgeklärte Christen
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Gegenwart, wodurch unsere Tugend stets neuen Schwung erhält.

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Das ganze Leben eines Christen muß ein Gebet feyn. Beständig beten heißt dig recht thun, einen immerfort guten Willen haben, immer seinem Berufe und seinen Pflichten getreu feyn. Beståndig beten heißt zu allen Zeiten, an allen Orten, in allen Umständen und Verhältnissen, unserer Bestimmung gemäß dens ken und Handeln, immer an unserer Vervolls kommnung arbeiten, immer Flüger, ehrlicher, besser werden. Ohne Unterlaß beten heißt- ohne Uns terlaß fich Gott unterwerfen, ihm für Glück und Unglück, für Freude und Leiden, für Erhöhung und Erniedrigung danken; heißt- alle Füguns gen der Vorsicht demüthig anbeten, im Kreuze nicht verzagen, im Wohlstande nicht schwelgen; heißt nichts fürchten, als die Sünde; alles freudig dulden, standhaft bis ans Ende ause harren. Dieß ist ein ewiges Gebet, ein ewiger Gottesdienst.*)

Ich denke, nun den wahren Begriff des Gebetes hinlänglich entwickelt, und den Eins

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* Siche chriftliche Sittenlchre ic. von Ferdi­nand Wanker. 2 Th. S. 172.