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Wehe dem, der sich zuerst erfrechte, Und die wilde Kriegstrompete blies; Wehe dem, der unsre Friedensfahne Mit entweihter Bruderhand zerriß!
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Chriften, wählet, wollt ihr länger säumen, Långer noch den groffen Bund entweihn; Oder euch versöhnt die Hände bieten
Und im Geist und Wahrheit Chriften seyn? Las Gefeß wer kann es überhören?
Tas Geset spricht laut, und offenbar. Laffet es in seiner Kraft erscheinen, Und ihr lebt im grossen Friedensjahr.
es waren mehr, als fromme Träume, Was euch mancher Diener Gottes tieth. Man verlachte ihn. Er gieng hinüber, Wo ihm Gott der Treue Lohn beschied.
Christen, eure Stunde hat, geschlagen, Macht euch von der langen Schande frey. Auf! beschn dret erst den Bund der Liebe, Und dann prüfet, was das Beste sey! Aber Habsucht, Stolz und Geistesschwäche Komme in den Rath der Väter nicht. Treibt den Miethling aus der Tempelhalle, Der dem Grundgesehe widerspricht./


