Druckschrift 
Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Joh. Heinrich Wilh. Witschel
Entstehung
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Hier zum Besten dienen. Diese Zeit Mit den Leiden allen, die sie bringet, Reichet nicht an jene Herrlichkeit. Sey in Hoffnung fröhlich, sen geduldig, Wenn der Trübfal schwarze Fahne weht; 192 Und wenn auch der legte Stern verschwindet, Halte an mit heiligem Gebet.e

Sey am guten Tage guter Dinge,

Und den bösen Tag nimm auch für gut; and si Denn Gott schaffet diesen neben jenem, Und die Zukunft bringet neuen Muth. Ueberall ist Trübfal auf der Erde,

Und der Schmerz keimt unter Freuden auf; Schöner glänzt die Blume nach dem Regen, Und der Wechsel führt den Weltenlauf.

Vater, laß den Kelch vorüber gehen; Doch nicht mein, dein Wille nur gescheh! Hier ist Nacht. Dort aber wird es helle, Wenn ich auf zu deinem Himmel seh. Dort ist Freiheit, dort zerreißt die Feffel, Die den Geist an diesen Körper band. Jene Sterne sind für mich geschaffen,

Dort ist Ruhe, dert im Vaterland,

Laß mich dulden, gieb mir Muth zum Leiden, C