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Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Joh. Heinrich Wilh. Witschel
Entstehung
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Wenn die Gegenwart mich trüb umschwebet, Wie den Blinden in der Einsamkeit, Wenn der Geist zu matt ist, hinzudenken, In die Zukunft und Vergangenheit!-bin Vater, o der Freuden waren viele, Die du hin auf meinen Pfad gestreut;

Selbst mein Leben zwischen Tod und Grabe, Ist ein Gut, das deine Hand mir beut. Gott, du bist die Liebe, und die Erde Ift und bleibet deiner Gûte voll.

Ach! wie unrecht thut der Mensch im Staube, Wenn er murret, wo er danken foll! Jede Gabe, jede reine Freude, Vater in dem Lichte, kommt von dir. Unaussprechlich waltet deine Güte, Du bist unsre Zuflucht für und für. Du haft einst das Erdenrund gegründet Und den Himmel prächtig ausgespannt. Gott, du bleibest, wenn das All vergehet, Und mich schüßet deine Baterhand. Unerforschlich sind mir deine Wege, Allbekannt ist deine Gütigkeit. Durch dich und in dir sind alle Dinge; Dir sey Ehre, Herr, in Ewigkeit!

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