Donnerstag.
Morgen.
Du, auf dessen Wort die Nacht verschwindet Und der Morgenstern am Hügel weilt, Du, der allen Geistern, allen Wesen, Ihre Laufbahn weise zugetheilt, Laß mich nie vergessen, daß auch meine Laufbahn unter deinen Händen steht, Und daß jeder, der zum Grabe wandelt, Unter deinem Aug durchs Leben geht. Sollt ich murren, daß im Reich des Lichtes Jeder Mensch mit eignen Augen sieht, Murren, daß zum Rosenhain der Freude Jeder seine eigne Straffe zieht?
Sollte ich mit Brüdern mich entzweyen,
Weil sie mir gleich unvollkommen sind?
Sollte ich des Nächsten Splitter sehen,
Und für meinen Balken war ich blind? Vater, über Gute, über Böse Gehet deine Sonne freundlich auf Wer umfaffet deine großen Plane In dem kurzen, dunklen Lebenslauf? Richtet nicht! o diese hohe Lehre,
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