Dienst a g.
Morgen.
Wenn im Hain der Morgenruf begonnen Und der junge Tag in Often lacht, Wenn der Himmel in Verklärung stehet Und die Erde aus dem Schlaf erwacht; O dann triumphirt das süße Leben, Und das Reich des Todes wird zu Spott; Alle Herzen schlagen neugeboren Und die freye Seele fliegt zu Gott, Betet an, versinkt in hohe Wonne, Fühlet feine Gegenwart im Licht, Strömet hin zur großen Lebensquelle, Opfert ihm des Dankes süsse Pflicht; Ihm, den Sonne, Mond und Sterne ehren, Ihm, der alle Wefen liebend trägt,
Jhm, vor deffen Weltenthron der Cherub Seine Krone schweigend niederlegt,
Du, o du, der mich dem Nichts entriffen Und ins freudenvolle Leben rief,
Du, der meinen Odem mir bewahret, Als ich, wie im stillen Grabe, schlief. O wie dank ich dir das neue Leben?


