Druckschrift 
Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Johann Heinrich Wilhelm Witschel
(Dekan und Schul-Inspektor im Distrikte Gräfenberg und Pfarrer zu Igensdorf)
Entstehung
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Mit stiller Ahnung blick ich auf die Boge, Die langsam schon dem Ufer näher treibt. Der Sturm verhallt. Die Elemente schweigen. Der Schaum jerrinnt.. Die flare Sonne

bleibt.

Triumpf! fie blickt durch die zerrisne Wolke Und strahlt umher in milder Seligkeit, Und feyert im verklärten Meeres- Spiegel Den Tag des Siegs und ihre Herrlichkeit.

Mob

Heil dir, Glück zu! die Nacht ist hinges schwunden,

Der Sturm der Zwietracht, schöne Christenwelt. Du blickest heiter in die lichte Ferne;

Ein guter Geist hat deinen Tag erhellt. Der alte Dom erscheint im jungen Glanze, So schön, wie ihn Johannes kaum geträumt:*) Denn was der breite Strom der Zeit versandet, Das wird mit rascher Kraft hinweggeräumt. Er öffnet sich. Die Herzen sind verföhnet. Mit Palmen zieht die Schaar der Christen ein. Ein Engelchor bekrånzet ihre Priester Und Gott ist da im süßen Freudenschein.

*) Offenb. Joh. s91.