Druckschrift 
Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Johann Heinrich Wilhelm Witschel
(Dekan und Schul-Inspektor im Distrikte Gräfenberg und Pfarrer zu Igensdorf)
Entstehung
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Eine Freundin, die den Sünder tröstet Und sich lebend zu den Frommen neigt; Einen Engel, der am Sterbebette Unserm Geist die lichte Heimat zeigt. Alle niedern Erdensorgen schwinden, Friede Gottes weht vom Sternenthron, Und mein Herz fühlt in der Sabbatystille Deine Freuden, o Religion.-

Dein Gefeß erhellt die trübe Seele, Sanft bist du, und deine Laft ist leicht; Freudig hört der Weise deine Stimme, Wenn sein guter Engel von ihm weicht. Sanft tont deine Stimme aus der Höhe, Wenn der Mensch im Staube sich vergißt; Sanft spricht Jefus: send vollkommen, Kinder,

Werdet gut, wie euer Vater ift.

Vater, guter Vater, dir zu dienen, Dich zu lieben, ewig dein zu seyn

Und den Menschen lieb und nüßlich werden, Dieses weihet mich zum Himmel ein. Die Natur entwickelt alle Keime, Und Vollendung folget ihrer Spur, Soll der Mensch alleine rückwärts gehen, Er, der Erstgeborne der Natur? Ist er nur für Eine Welt geboren,