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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
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von Gott, dessen Wesen

reichet, toer, ach! wer begrei­fet dich? Niemand war und niemand ist, was du warst und immer bist. Wer er steigt des Himmels Höhen, um dich selbst im Licht zu ſehen?

In eigner Melodie.

2. Unerfchaffner, Erster, 16. rhabner Gott! was

reicht an deine Grös ße? Denk ich an dich, so fühl ich meine Blöße; ich fühle, Herr, daß du unendlich bist, und das umschränkt mein

Bester, Schöpfer, Vater der Natur; du, der höhern Gei­ster Größter, Gott der Men­schen, Gott der Flur! du bist ganz Bodkommenheit, lebst forschend Denken ist. und wirkst von Ewigkeit. Ber verkennt bei dem Ge­danken seiner Einsicht enge Schranken?

dennoch bleib ich stets an dir. Welten sinds, die von dir zeugen und mein Herz zum Glauben neigen.

2. Du wohnst im Licht, wozu kein Mensch fann fom­men. Was haben wir von Deinem Ruhm vernommen? Den kleinsten Theil von dei­ner Majestát, die dir gebührt, und über alles gebt.

3. Dein ew'ges Seyn, dein ganz vollkommnes Wesen; das, was du wirkst, und was dein Rath erlesen, ist viel zu hoch für menschlichen Bersiand: von Engeln selbst wird es nie gang erkannt.

4 Wie fout ich denn, ich Staub, mich unterwinden, Unendlicher, dich völlig zu ergründen? O mache mich von solchem Dunkel frei, baß mir dein Wort des Glaubens Richtschnur sei.

5. Mein eigner Geist kann fich leicht hintergehen. Dein 5. Dennoch foll mir mei Wort ist wahr, es bleibet nen Glauben, daß du bist, ewig stehen. Erforst' ich und auch für mich, nie der gleich dein göttlich Wefen Thor und Spotter rauben, nicht, so gnüge mir davon der vom Tugendpfade wich. dein Unterricht.

Get gleich unerforschlich miri 6. Bon dir, durch dich,

3. Du, der Ursprung aller Gaben, und Beherrscher je der Welt, über alles hoch er­haben, was ihr Umfang in sich hålt, du bist unveränder­lich, Unes, Alles bloß durch dich. Nur in deines Reiches Grenzen sehn wir deine Wune der glänzen.

4. Sa, du wohnst in ei nem lichte, daß fein Mensch burderingen fann. Deine Wege und Gerichte ftaunet felbst der Engel an. Kein Er­schaffner siehet ganz deiner yoheit vollen Glanz. Stets wird neue Tiefen finden, wer's versucht, sie zu ergrün­den.