Benjamin Schmolken's
In Geschäften des Berufes keine Träg heit zeigen mag!
Hilf, daß ich nichts unterlaß, nichts vergeſse, nichts verschiebe,
Nichts zur Unzeit nehme vor, oder sonst Versäumniß liebe,
Daß die Nacht nicht wird zum Tage, und der Tag zur Nacht gemacht,
Noch mein Leib durch schnödes Sorgen vor der Zeit ins Grab gebracht! Treib durch Deinen Schuß von mir böse Menschen, böse Thiere;
Laß nicht zu, daß mich mein Gang auf Verführungswege führe,
Daß ich nicht Gesellschaft finde, die auf mein Verderben sieht,
Oder sonsten wohin gehe, wo vielleicht mein Unglück blüht!
Soll ich endlich diesen Tag noch auf Erden überleben,
Wollest Du in Fried und Ruh einen Feierabend geben,
Daß ich alsdann nicht gekränkter und be: trübter schlafen geh,
Als ich jetzt an diesem Morgen, Herr! vor Deinen Augen steh.
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Und in Summa: nimm hinweg alles, was mich sonst betrübet,
Hindre alles gnädiglich, was mir etwa Schaden gibet.
Soll der Tag mein letzter heißen: o, so steh mir endlich bei,
Daß mein Ende nicht unselig, und mein Tod nicht böse sen!


