XII
Vorrede.
gestandenem Elende, Anno 1737 den 12ten Februar, alt 64 Jahre, 8 Wochen und 4 Tage. Conf. Herrn M. Klugen's, Pastor. zu Neumark, Evangelischer Begräbniß Lieder Commentarius P. 10.
Daß der sel. Herr Schmolcke, wegen seiner reinen und fließenden Gedichte unter die besten deutschen Poeten zu zählen, haben, außer Theod. Crusio in der Vergnügung müßiger Stunden IV. Theil, auch der berühmte Herr Gottlieb Stolle, in der Anleitung zur Historie in der Gelahrtheit, und M. Christoph Pfeiffer im Evangelischen Sabs bath betender Christen mit gutem Grund behauptet: wiewohl Herr Götten meinet, daß, wenn er seine Gedichte nicht in so großer Eile und Menge hätte schreiben müssen, er mit leichter Mühe, die mehrere Reinigkeit der Worte und Reime würde befördert haben, und von seiner trefflichen Fertigkeit noch viele schönere Früchte hätte liefern können. Allein das erstere kann man vielleicht auch von andern Dichtern, welche nicht mindere Verdienste um die deutsche Poesie haben, sagen, das andere aber muß nach der Mundart Schlesiens nur beurtheilt werden. Genug, daß Herrn Schmolcken's Schriften" bishero viele Liebhaber gefunden, und fast die ganze Evangelische Kirche in Deutschland seine Lieder mit allgemeinem Beifall in die öffentlichen Gesang. Bücher Aufgenommen hat. Weil aber nicht Jedermann seine Schriften nach Verlangen hat bekom


