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POLAND
die Tröstungen des Evangeliums Jesu Chrifti fälschlich zueignen möge. Zwar ist bey dir, auch für mich, viel Vergebung; auch mir willst du Barmherzigkeit widers fahren lassen; aber ich weiß auch eben so gewiß, daß ich mit den Gesinnungen, die ich mit mir aus dieser Welt nehme, in der zukünftigen Welt fortleben werde, und daß, wie meine Aussaat ist, so auch die Ernte für mich seyn werde. Stets sen mir also der Zuruf Jesu Christi gegenwärtig: selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen, die Sanftmüthigen, die, welche ein aufrichtiges Verlangen haben, gut zu seyn, und nach der Gerechtigkeit hungern und dursten! Dieser Zuruf erwecke mich, mein Herz von allem dem los zu reißen, wodurch es noch an das Ire dische gefesselt ist; er erwecke mich, so viel Gutes zu thun, als ich noch kann, und Allen um mich her durch Geduld, durch Ergebung in deinen Willen, durch frohe Erwartung des zukünftigen Lebens erwecklich zu wers den. Dann tröste mich, o Gott, deine Liebe; dann fey die Nacht des Grabes mir nicht fürchterlich; dann laß mich in der ruhigen und freudigen Gesinnung behars ren: Herr, ich warte auf dein Heil! Amen.
Gebet bey anhaltender Krankheit. Noch währen meine Leiden, o Gott! Noch empfinde
ich sie in ihrer ganzen Stärke. Noch ist der Kampf nicht ausgekämpft, wodurch ich ins höhere, bessere Les ben hindurch dringen soll! Ach, der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach! Ich erkenne meine Pflicht, ich bin bereit, sie zu erfüllen; ich bete dich, meinen Schös pfer und Vater, mit Unterwerfung an. Aber oft reget sich heimliche Ungeduld in mir. Oft will mein Muth finken, und mein Vertrauen auf dich wanken. Gott, stärke mich Schwachen! Hilf du mir Alles überwinden, und bis an das Ende beharren!
Du kennest ja das Maaß meiner Kräfte. Du wirst mir nicht mehr zu leiden auflegen, als ich tragen kann! Noch ist es um wenige mühsame Schritte zu thun: so fiche ich am Ziele, und auch diese Schritte wirst du mir
gewis


