16 Gottes Wesen, Eigenschaften und Werke.
4. Kein endlicher Vers stand ermißt die Größe deis ner Werke. Was über
mir und um mich ist, vers kündet deine Stärke; und überall ist Trieb und Drang nach Ordnung und Zusams menhang, und Alles fest verkettet.
5. Und nie ermüdet deiz ne Hand! Du ordnest Erd' und Meere, den ungezähl ten Ufersand, und aller
Sonnen Heere. Du, Quell
des Lebens und des Lichts, Herr, ohne dich ist Alles nichts; nur du regierest Alles.
6. D du, vor beffen Ans gesicht viel tausend Sonnen prangen, mit welcher fe: sten Zuversicht sollt ich an dir nicht hangen! Mit welchem Ernst die Sünde scheun! Mit welchem Eifer thätig seyn, nach deiner Huld zu ringen!
7. Ich bete dich mit Ehrfurcht an, allmächtiger Beleber! Du gibst, was Niemand geben kann, uns endlich reicher Geber! In jeder Sorge, jeder Noth, in jeder Angst und selbst im Tod ist deine Kraft mir. nahe.
8. Herr, deine Macht ist außer mir und in mir zu bemerken. Drum weiht
sich meine Seele dir; du, du nur kannst fie stärken; und einst gestärkt, o Herr, durch dich wird sie in küh nem Schwunge sich zur Herrlichkeit erheben. [ 22.]
Allwissenheit und Allge
genwart.
Mel. Nun lob', mein' Seel. 20. Der Herr ist in den
Höhen, und in den Tiefen ist der Herr; wo Menschen zu ihm flehen, und wo ihn Engel schaun, ist er; ist, wo ich in Gedanken mich denken mag, mir nah'; ist, frey von allen Schranken, in jedem Raume da. Er faßt mit starken Händen die Welten, und umspannt an allen ihren Enden, was je durch ihn entstand.
2. Er theilt von seinem Throne, bald Freuden aus, bald Gram und Schmerz; gibt Fürsten ihre Krone, und lenkt, den Bächen gleich, ihr Herz. Mag doch aus eignem Willen der Frevler Böses thun, um seine Lust zu stillen; Gott spricht- und er muß ruhn! Mag er die Welt ers schüttern und dem Berders ben weihn: Gott spricht:
und


