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Christliches Gesangbuch zur Beförderung der öffentlichen und häuslichen Erbauung für Neu-Vorpommern und das Fürstenthum Rügen
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Danklieder für die Erndte.

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lernte, wie reich du uns zu seg,| täglich nährt und speist, er­nen seyst; wie gern du unsern Mangel ftillst, und uns mit

Speiß und Du fiebst es gern, wenn

quick auch ewig unsern Geist! Mel. Was Gott thut, das ist zc. 491. Preift ufriedenheit,

deiner Gute, o Vater, unser Her fich freut; und ein er kenntliches Gemütbe auch das, was du für diese Zeit uns zur Erquickung baft bestimmt, mit Dank aus deinen Hän­den nimmt.

3. So kommt denn, Gottes Huld zu feiern; kommt, Chri­ften, feiner uns zu freun! laßt uns bei angefüllten Scheuern dem Herrn der Erndte dankbar feyn. Ihm, der uns stets Ver: forger war, bringt neuen Dank zum Opfer dar!

4. Nimm gnädig an das Lob der Liebe, das unser Herz dir, Vater, weiht. Dein Segen mehr in uns die Triebe zum thatgen Dank, zur Folgsam keit; daß Preis für deine Va­tertreu auch unser ganzes Les ben sey.

5. Du nähreft uns bloß aus Erbarmen. Dies treib auch uns zum Wohlthun an. Nun fen auch gern ein Troft der Armen, wer ihren Mangel ftillen kann. Herr, der du Aller Vater bift, gieb jedem, was ihm nüßlich ist.

6. Thu deine milde Segens­hånde, uns zu erquicken, fer­ner auf. Versorg uns bis an unser Ende, und mach in un. ferm Lebenslauf uns dir im Seleinsten auch getreu; daß einst uns größres Glück erfreu.

7. Bewahr uns den geschenk ten Segen; gieb, daß uns sein Genuß gedeih, und unser Herz auch feinetwegen dir dankbar und ergeben sey. Du, der uns

preist Gott, den Herrn der Erndte, daß sich nicht ganz die Fruchtbarkeit von Au und Feld entfernte. Noch. stets erhält er feine Welt; was nöthig ist zum Leben, will er uns alles geben.

2. Er ist der Herr; in seis ner Hand ist, was die Erde bringet. So sehr auch Men­schenfleiß das Land baut, pfles get und bedünget, kommt doch allein von ihm Gedeihn. Nur er, er läßt die Saaten blühn, reifen und gerathen.

3. Oft ſehn wir froh in Hoffnung schon der reichsten Erndt entgegen; und plößlich ist er uns entflohn, der uns gezeigte Segen. Gott nimmt und giebt, was ihm beliebt, daß er, als Herr der Erde, von uns verehret werde.

4. Zeigt auch gleich nicht so sichtbar sich der Reichthum seiner Gaben; so giebt er den noch sicherlich, so viel wir nó, thig baben; ist stets bedacht voll Gnad und Macht, die Seinen zu erhalten, die ihn nur laffen walten.

5. Und o, was ists für ein Gewinn, an dem sich gnügen laffen, was da ist, und mit beiterm Sinn das feste Zus traun fassen, daß, der die Welt regiert und hält, auch uns, so lang mir leben, was nöthig ist, wird geben.

6. Ja, Höchfter, wir vers ehren dich in allen deinen We gen, und trauen unveränder­lich

Lone