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Besondere Zeiten.
im Silberhaare, umstrahit Welten! Dich trügt kein
von
Frühlings Wieder: Wahn, dich irrt kein Schein! schein, tritt, tief bewegt, Was wir hier werden, sind, zu dem Altare, des Dan- und haben, verdanken wir, kes Opfer dir zu weih'n. Herr, deinen Gaben. Nur, Du, Ewiger! haft seinem was wir gern und treu Leben, ach, einen seltnen vollbracht, nur, was in Tag gegeben! Ein halb dir den Geber ehrte, und Jahrhundert, wohl voll unsrer Brüder Wohlfahrt bracht, liegt hinter ihm, und nicht der Leiden ge denkt er heute, nur der Freuden und deiner Huld, du Gott der Macht!
mehrte, ist's, was uns dir willkommen macht.
2. Getreu in seinem Amt' und Stande, voll Muth für Wahrheit, Recht und Pflicht, hat er genützt dem Vaterlande, und uns're Huldigung umflicht, zu wohlverdientem Ehrenlohne, sein graues Haupt mit einer Krone, die seiner edeln Thaten Werth, wo durch er uns zum Dank' verbunden, und wenn er einst dahin geschwunden, auch sein Gedächtniß noch verklärt.
3. So lohnen Menschen! Doch vergelten, wie sich's gebührt, kannst du allein, du, Herr und Richter aller
4. Doch ach, was sind die reichsten Saaten, die wir als Erdenpilger streu'n; was ist die Reihe guter Thaten, die uns am Lebensziel erfreu'n, wenn du, Gerechter! willst dagegen der Tage Zahl, die Kräfte wägen, die deine Huld uns hier verleiht? Wie manche Stunde ward durchträumet, wie manche heil. ge Pflicht versäumet, wie oft die edle Kraft entweiht!
5. Vernimm des Grei ses stilles Flehen, dem du dieß Fest vergönnet hast! Hör ihn mit Demuth eingestehen: Mein Lohn war größer, als die Last; die Erndte reicher, als die Saaten, und Alles,


