zu Kienzheim.
119
Nagel her, und lobten Gott und die Mutter aller Gnaden, weil sie das Kind todt geglaubt.
173,
Lin Pestkranker wird gerettet.
Auf den heiligen Pfingsttag 1485, sagte eine Jungfrau, Elise genannt, die Tochter des Martin Zimmermann von Westhofen, sie habe die Pestilenz gehabt, und sey so krank gewesen, daß sie mit allen Sakramenten versehen worden, und alle die bei ihr waren nicht glaubten, daß sie davon kommen könnte; sie wurde also zu der Mutter Gottes allhier nach Kientzheim verheißen. Sobald dieses geschehen war, kehrte sie wieder zu sich und blieb beim Leben. Sie lobte Gott und die Jungfrau Maria, und vollbrachte. ihre Fahrt den obgenannten Tag mit ihrem Opfer.
174.
Drei Personen, welche Schiffbruch gelitten, kommen aus Todesgefahr.
Den Montag nach dem Sonntag Misericordia Domini, fagten Hans Bomel von Straßburg, der Koch von Ebersheimmünster, seine Ehefrau und ihr Knabe, Jakob genannt, bei fünfzehn Jahre alt, sie seyen den Abend unserer lieben Frau in der Lichtmesse, bei hohem Wasserstande, die Ill hinabgefahren, um in Benfelden Einkäufe zu machen; da sey der Knabe an einen Pfahl gefahren, und das Schiff sey umgewendet, und sie stunden in dem Wasser bis unter die Arme wohl zwei Stunden, daß sie glaubten, fie müßten erfrieren und zu Grunde gehen. Indeß fuhr das Schiff zwischen Kogenheim und Ebersheim in ein


