zu Kientheim.
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Schlüssel darin in die Hand: da stand sie still und fragte was sie thun sollte? Da sprachen die Räthe, fie sollte bis zum Ziele gehen, das ihr gesetzt ward. Und da sie dahin kam sprach sie abermals: Was soll ich thun? Da sprachen abermals die Räthe: Laß es fallen! Das that sie und blieb also an ihren Händen ganz unversehrt. Sie kam sogleich hierher, that ihre Wallfahrt und sagte der Mutter Gottes Dank. Dieſe Frau war von Breitenbach im Münsterthal.
150.
Lin stummer Mensch bekommt seine Rede.
Hans Schönthal, ein reisiger Knabe von Ensisheim, sagt, er sey vier Tage stumm gewesen; während dessen habe er sich allhier zu unsrer lieben Frau verheißen und sogleich die Wallfahrt angetreten. Als er nach Herlisheim kam, erhörte ihn die Mutter Gottes und er bekam die Rede wieder. Er vollendete seine Fahrt und brachte allhier seine Danksagung dar.
151,
Lin Gefangener wird wunderbar befreit.
Am Sonntage nach dem Geburtstage unsrer lieben Frau kamen Peter von Münstroll und mit ihm Hans Heinrich Hügele, Elle, Heinrich Peter, Jacob von Bastung und Hans Otte von Alten- Münstroll hierher, und sagten alle aus, gedachter Peter von Münstroll sey in einem Gefängnisse in Banden gelegen, und habe sich zu unsrer lieben Frau nach Kientheim versprochen, wofern er aus dem Kerker befreit würde. Da kamen einige Gesellen, befreiten ihn von den
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