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Mirakel-Buch, worin hundert und etliche achtzig Wunder erzählt werden, die in der Wallfahrtskapelle zu Kientzheim im Elsaß ehemals geschehen sind ; nebst einer kurzen Geschichte von Kientzheim und der dortigen Liebfrauen-Wallfahrt / durch P. Bernardin Buchinger, weiland Abt zu Lützel und Maulbronn
Entstehung
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zu Kienzheim. 145,

Lin Kind, das in einem Brunnen ertrunken, wird lebendig.

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Um hohen Donnerstage kam Elise, Bennemache­rin von Türkheim hierher und sagte, ihr Schwager habe ihr Tochterkind ihr zu hüten gegeben, und dieses fey mit andern Kindern umhergelaufen. Nach einer Weile fiel das Kind in den Brunnen; sie stieg hinab, es war aber kein Leben mehr in dem Kinde. Während sie es heraustrug, es schüttelte, rief sie mit vielen andern Frauen, die dazu kamen, unsere liebe Frau zu Kientzheim an, und gelobte, das Kind mit einem Opfer zu unserer lieben Frau zu bringen. Gleich nach dem Gebete kam das Kind wieder zu sich. Dieß geschah am Mittwoche, und am Donner­stage darauf brachte die Mutter das Kind hierher.

146.

Lin anderes ertrunkenes Kind wird lebendig.

Am Dienstage nach Ostern sagte Hans Lang von Rappoltsweiler, er habe ein Kind Namens Katha­rina, welches am Osterabend bei einer Mühle in einen tiefen Bach gefallen, und eine Zeitlang todt darin gelegen sey. Er verhieß das Kind zu unserer lieben Frau; da bekam es sein Leben wieder und leistete auch die Fahrt.

147.

Lin dem Tode nahe Kindbetterin wird gerettet.

Konrad, Kämmerer von St. Georg auf dem Schwarzwald, und Thine, seine ehliche Frau, sag­