Am Freitage.
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es
zu andern Sündern, und alles, was du aus Liebe für uns ge= than, erduldet und aufgeopfert haft, und noch thuft und künftig thun wirst, das soll meinem Ge müthe immer gegenwärtig und meinem Herzen immer theuer, das Theuerste auf Erden sein; soll mich allenthalben beseelen, erwecken, stärken, trösten, erfreuen, beseligen; es soll der Grund meines Glaubens und Hoffens, der Quell meines Heils und meiner Seligkeit sein. Nach dir will ich leben, mich nach dir bilden, in deinen Fußstapfen wandeln, deiz ne Vorschriften und dein Vorbild zur Richtschnur meines Denkens und Verhaltens machen. Aber auch für dich will ich leben, zum Besten deiner Erlösten leben, und arbeiten, und dulden, und aufopfern, und leiden und sterben. Das, das ist der innigste Wunsch meines Herzens, der ernsthafteste Entschluß meiner Seele. Ach stärke mich, der ich nur in dir allein Gerechtigkeit und Stärke finde, stärke mich, diesen Entschluß bis ans Ende meines Lebens auszuführen, dich, der du mich theuer erkauft hast, zu preisen an meinem Leibe
Am Freitage.
Des Morgens.
Herr Jesu, daß ich dich kenne, und zu leben im Glauben bes
Sohnes Gottes, der mich gelie= bet und sich selbst für mich gege= ben hat. Ja dir leb' ich, dir sterb ich, dein bin ich. Amen.
dich als den Sohn des Allerhöchsten, als meinen Heiland und Seligmacher, als meinen Mittler und Versöhner, als meinen Anführer und Vorgänger, als meinen Herrn und König, als meinen größten Freund und Wohlthäter kenne, deß freuet sich meine ganze Seele. Weß könnte ich mich sonst freuen, wenn ich mich nicht deiner freuen dürfte? und weß könnte ich mich mehr freuen, als deiner, Gottes, meines Heilandes? Aber ich erkenne und empfinde es auch, wie viel ich dir schuldig bin, und wie mein Leib und meine Seele, mein ganzes Leben deiner Verehrung gewidmet sein soll. Sa ich lebe; doch nun nicht ich, sondern Chriz ftus lebt in mir. Ia dir will ich leben. Deine Liebe zu mir und
den dieser Zeit geduldig zu ertragen, wenn ich weiß, daß du bei mir bist in der Noth; wie sollte ich mich nicht allewege freuen können, da ich Gemeinschaft habe mit dir, dem Quell aller Freude? O führe mich, führe Aule, die dich kennen, zu dieser Seligkeit. Schenke mir die Gnade, dich mir immer zu vergegenwärtigen, bei Allem, was ich denke, und rede, und thue, und genieße und dulde, auf dich zu sehen, mich immer nahe an dich zu halten, wie du mir allenthalben nahe bist, und in der Vorstellung von deiner Nähe, Kraft und Stär ke, Freude und Seligkeit zu finden. Voll des frohen Gedankens an dich und deine Gegenwart, überlasse ich mich getrost der Ruhe dies ser Nacht, und sehe allen meinen künftigen Schicksalen im Leben und im Sterben, in dieser und in je= ner Welt unerschrocken entgegen, Ich fürchte kein Unglück, denn du bift bei mir. Amen.
Des Abends.
Wie könnte ich froher und feliger auf Erden leben, wie einst getroster und seliger sterben, als wenn ich lebe im Glauben des Sohnes Gottes. Dann, ja dann habe ich Alles, was mich erfreuen und beseligen kann; dann habe ich Licht auf dem Wege des Lebens: denn ich die Wahrfolge dem, der der Weg, heit und das Leben ist; und wer dem nachfolget, der wird nicht wan= deln in Finsterniß, sondern wird das Licht des Lebens haben; empfinde ich Kraft in
dann meiner
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