Um Dienstage.
ich dir diene, und nicht den Mens fchen, mit Erinnerung an die Vor: schriften und das Vorbild Jesu Christi, nicht um schändlichen Gewinnstes willen, sondern von Herz zensgrunde, aus Liebe zu dir und zu den Menschen, meinen Brüdern, mit dem eifrigsten Bestreben, sie so wohl zu thun, als ich nur immer vermag, und im kindlichen Vertrauen auf deinen Beistand und Segen, und mich in allem bes weisen als einen Diener Jesu Christi. Gott, was man mit dir und in deinem Namen thut, das geräth wohl. Nun so sei auch an diesem Tage mit mir. Sende neue Kraft und neuen Segen auf mich herab und laß Alles, was ich denke, rede und thue, wohlgelingen. Deiner gnädigen Leitung und Fürsorge bez fehle ich mich für diesen und alle Tage meines Lebens. Herr, segne, behüte und bewahre mich und die Meinigen; segne, behüte und be: wahre Alle, die auf dich hoffen, durch Jesum Christum. Amen.
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Jesu, in der ganzen christlichen Tugend und in der Vorbereitung auf jenes Leben. Denn wer im Geringen treu ist, den wirst du über viel segen. Je sorgfältiger wir hier die Geschäfte unsers Bes rufe ausrichten, desto wichtigere Geschäfte wirst du uns dort auf tragen; je mehr wir jegt mit dem Pfunde wuchern, das du uns ver= liehen hast, desto mehr wirst du uns einst anvertrauen; je besser wir hier die Kräfte brauchen, die du uns geschenkt hast, desto mehr Kräfte wirst du uns dort verleihen; je mehr wir in diesem niedern Stande, in diesem engen Wirkungs kreise Gutes zu thun bemüht sind, einen desto höhern Stand, einen desto größern Wirkungskreis wirst du uns dort anweisen. Wer reich lich säet, der wird auch reichlich ernten. Gott, lehre mich das täg lich bedenken und treulich befolgen. Stärke mich in der bevorstehenden Nacht zu den Geschäften des mors genden Tages mit neuer Kraft, und schenke mir die Gnade, an jes dem Lage, den mich deine Güte noch erleben läßt, Gutes zu thun und nicht müde zu werden, damit ich einst ernte ohne Aufhören.
Amen.
Des Abends.
Gott, wenn wir Alles in deinem
Namen anfangen, fortsegen und vollenden, wie getrost und zufrie den finden wir uns da nicht! Wie wichtig muß uns jede, auch noch so geringscheinende Arbeit werden, wenn wir sie als ein von dir aufe getragenes Werk betrachten; wie leicht und angenehm muß sie uns
werden, sollte sie auch mit noch so vielen Beschwerden verbunden sein; und wie gesegnet wird jede solche Arbeit sein, wo nicht immer im Irdischen, doch allezeit im Geist: lichen und Ewigen! Ja wenn ich aus Pflicht und Gehorsam gegen dich arbeite, dann kann ich mich auch hier deines gnädigen Wohlge: fallens und deiner besondern Fürforge für mein irdisches Wohl verz sichert halten; dann habe ich hier: inne eine beständige Uebung im Glauben, in der Liebe zu dir und den Menschen, in der Nachfolge
Um Dienstage.
Des Morgens.
Gutes zu thun und nicht müde zu werden, das verlangst du, Herr, von mir, deinem Geschöpfe, deiz nem Kinde, dem Jünger und Nachfolger Jesu Christi. Und wie könnte ich dieß besser thun, als wenn ich auch hier auf dich, meinen Herrn und Vorgänger, auf sehe und dein Vorbild mir zur Und wie Nachahmung vorstelle. schwebte doch dir das große Werk immerdar vor Augen, das dir dein himmlischer Vater aufgetragen hatte; wie opfertest du ihm doch alle deine Zeit, alle deine Kräfte


