Allgemeine Kirchengebete.
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und Volk so reichlich gesegnet haft! Nimm unsre Gemeinschaft ferner in deinen Schuß. Insonderheit seg ne das geheiligte Oberhaupt der felben, unsern König. Laß ihn noch lange das Werkzeug deiner Hand sein, durch welches du Segnungen aller Art über uns ausbreitest; gieb ihm einen festen Muth, daß er unerschütterlich in Erfüllung seiner schweren Regentenpflichten bleibe, und Weisheit und Segen zu allen seinen Beschlüssen. Segne alle Prinzen und Prinzessinnen des Königlichenhauses. Und wer dem Vaterlande dient; wer etwas von den Geschäften und Angelegen heiten desselben in den Händen hat; wer auf die Aufrechthaltung der Ordnung und Zucht, des Rechts und der Gerechtigkeit, der Sicherheit und Wohlfahrt einen Einfluß äußern foll; wer die Bestimmung hat, für König und Vaterland Blut und Leben zu wagen, der sei ein Gegenstand deiner våterlichen Huld, den, beseele dein Geist mit Weisheit, Muth und Kraft, den begleite dein Segen bei Allem, was zum gemeinen Besten von ihm geschieht. Was aber den Wohlstand des Vaterlandes stören kann, die Uebeldes Kriegs und der Theurung, ansteckender Seuchen und allgemeiner Landplagen, wende von uns ab, soweit es deine Weisheit rathsam findet, und die Ordnung des Ganzen es verstattet. Gedeihen laß dagegen Alles, was unsern Zustand verbessern und verschönern kann; zu Quellen des
Wohlstandes mache unfern Bergbau, unsern Handel und den Anbau unfers Landes, und hilf, daß unser Vaterland nie aufhöre, ein Wohnsig gründlicher Wissenschaften, nůglicher Künste, reger Betriebsamkeit underfinderischer Thätigkeit zu sein.
Erzeige auch allen übrigen Lån= dern Gutes, und laß alle Regenten auf Erden vom Geiste des Friedens beseelt, mächtige Beschüßer des Rechts und der Gerechtigkeit, und Båter ihrer Völker werden.
Dank dir endlich, allgütiger Va ter, daß du selbst die zartesten aller Bande, die Bande des Blutes und der Verwandtschaft, des Wohlwollens und der Liebe, um unsre Herzen geschlungen, und uns in hausliche Verhältnisse und engere Verbindungen gebracht hast. So fle: hen wir denn zu dir für Alle, die uns als Gatten und Kinder, als Eltern und Versorger, als Verwandte und Freunde, als Hausgenossen und Bekannte theuer sind. Ein Gegenstand deiner Alles beglückenden Huld sei jede Familie unter uns. Erleichtere insonderheit allen Våtern und Müttern die Versorgung derer, die du ihnen anvertraut hast; gieb Gedeihen zur Erziehung unsrer Kinder, und laß eine glückliche, dir geweihte Jugend unter uns emporblühen. Und damit es nirgend an dem Nöthigen fehle, so schenke jeder pflichtmäßigen Anstrengung, jedem reblichen Fleiße, jedem nüglichen Gewerbe einen glücklichen Fortgang; laß Jeden die Früchte seiner Arbeits famkeit


