Gebrauch des heiligen Abendmals.
kämpfen haben wirst. Nicht, daß ichs schon ergriffen håtte, oder schon vollkommen sei; aberjage ihm nach, daß du es ergreifeft. Schaffe, daß du selig werdest, mit Furcht und Bittern, laß es dir einen rechten Ernst fein, der Heiligung nachzujagen. Wandle vorsichtig. Wache über dich selbst, über alle deine Werke, über alle deine Worte, über alle deine Gedanken, Empfindungen, Wünsche und Entschließungen. Prüfe dich täglich vor Gott über dein Berhalten. Erinnere dich oft an diese feierlichen Stunden der Undacht und an deine da gefaßten Entschließungen. Laß die Religion deine Lehrerinn, Führerinn, Beschügerinn und Erdsterinn sein auf allen Pfaden dieses Lebens. Versäume die öffentlichen und besondern Andachtsübungen nie ohne Noth. Bete ohne Unterlaß. Wandle vor ihm, dem Allmächtigen und Ullgegenwärtigen. Insbesondere vergiß nie, was er an deiner Seele gethan hat. Laß dir seine Liebe, seine Liebe bis in den Tod, täglich und stündlich vorschweben; und diese Liebe Christi wird dich dringen, also zu thun. Siehe in Ullem, was du denkest, und redest, und thuft, und genießest und duldest, siehe auf ihn, den Unfänger und Vollender unsers Glaubens, damit du in deinem Laufe nicht matt werdest. Halte dich fest an ihn, ohne den wir nichts sind, durch den wir aber Alles vermögen; und er wird dich nicht verlassen, noch versäumen. Er wird mächtig sein in deiner Schwachheit
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und dich in ihm Gerechtigkeit und Stårke finden lassen. Er wird alle Hindernisse, die du auf dem Wege des Lebens antreffen wirft, dir glück= lich besiegen helfen, dein Herz und deinen Wandel durch seinen Geist immer mehr reinigen, dich durch und durch heiligen, daß du nach Leib und Seele unstråflich bewahrt werdest und das Ende des Glaubens, der Seele Seligkeit, davon trågst.
Dank sei dir, Herr Jesu, daß du mir auch diese Hoffnung und diesen Trost gegeben und mich auf alle Weise so hoch begnadigt hast. Im Vertrauen auf dich will ich nun meinen Lauf getroft und standhaft fortfeßen. Auf dich, auf dich will ich mich verlassen: du willst, du wirst, du kannst den nicht verlassen, der sich auf dich verläßt. Un dich will ich mich fest halten, und so werde und kann ich nie fallen, nie irre gehn, nie vers loren werden. Un dir habe ich den mächtigsten Beschüßer gegen alle Gefahren, den zuverlässigsten Helfer in jeder Noth, den treuesten Hohenpries ster, der Mitleiden haben kann mit unsrer Schwachheit, den vollkommensten Seligmacher, bei dem ich alles finde, was ich für meine Seele bedarf, was mich im Leben und Sterben erhalten, stårken und er freuen, was mich in dieser und jener Welt selig machen kann; und von dir erwarte ich Hütfe und Beistand, Kraft und Stärke, Leben und volle Gnüge. An dir habe ich einen Unführer und Vorgänger auf dem Wege zum ewigen Leben; dich sehe ich vor
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