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Dresdner Gesangbuch auf höchsten Befehl herausgegeben : mit Königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
Entstehung
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Bußübungen...

menschen beigetragen? und wie, aus welchen Absichten und Beweg­gründen habe ich es gethan? Bin ich durch mein Verhalten Gott, meinem Vater und Erlöser, ange­nehmer und wohlgefälliger, den Menschen, meinen Brüdern, nüß licher, in Absicht auf mich selbst besser, ruhiger, zufriedener, zum Tode, der mir immer näher kommt, geschickter und eines höhern Zustan­des fähiger worden?

Sperr, du erforschest mich und ken neft mich. Du weißt es, ob ich zeit­her auf guten oder bösen Wegen ge­wandelt habe; ob ich besser/ oder bo­ser, zu einem höhern Leben geschick­ter, oder ungeschickter worden bin; ob ich mich dem Ziele der christlichen Bollkommenheit genähert, oder von demselben entfernet, meine Selig­keit, oder meine Schuld und Straf barkeit vermehrt und vergrößert habe. Führe, ach führe mich, Hoch­ster, auf ewige Wege. Amen.

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tretern deiner Gefeße gedrohet haft; ich erfahre es, daß die Sünde der Leute Verderben sei.

Bei der Beichte. Gott, der du Alles weißt, Ulles fie­hest und kenneft, dem kein gottlos Wesen gefällt, und vor dem Nie­mand bleibet, der böse ist; der du aber auch allen reuigen und gläu­bigen Sündern um Jesu willen Gna­de und Vergebung verheißen hast, ich erkenne es vor dir, daß ich gesün­diget und übel gethan habe; ich weiß es, daß ich mich durch meine Sünden der gerechten Strafen schul­dig gemacht habe, die du den Ueber­

Bin ich auch meinem Vorsage treu geblieben, habe ich auch den Entschluß wirklich ausgeführt, den ich so oft, und auch nur bei meiner. lestenCommunion faßte? Wie man­gelhaft, wie unvollkommen ist doch dieß geschehen. Und bei dem Ullen muß ich bekennen, daß ich lange noch nicht so weit gekommen, lange noch nicht der weise, gläubige, gebesserte, Jesu ähnliche Mensch bin, der ich als Christ werden und sein konnte; bes kennen muß ich es mit Beschåmung und Reue, daß ich noch manchen Fehler, manche Sünde begangen ha­be, die ich nicht begehen sollte, noch manche Schwachheit an mir trage, die ich, vielleicht schon längst, übers wunden haben sollte; daß, ich, in Vergleichung der Långe meiner Les benszeit und der Kraft, die Jesus darbietet, bei Weitem noch nicht ſo geübt im Guten, so stark im Glau­ben, so tüchtig in allen guten Wer­ken, so ruhig und glückselig bin, als ein Christ sein kann, daß ich insbes fondere dich, meinen Bater, nicht ges nugsam liebe, Jesum, meinen Hei­land und Seligmacher, nicht hoch genug schåße, die Menschen, meine Brüder, nicht mit herzlicher Bru­derliebe umfasse; daß ich bei Wei­tem noch nicht ganz christlich denke und handle und sich auch in meine besten Handlungen unedle Absich ten mischen, daß noch ein groz ßer Abstand ist zwischen mir und

mei