Communionandachten.
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zur Tugend, neuen Trost und neue Hoffnung nicht erlangt, wer eben so schwach bleibt im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung als er zuvor war, wer immer noch die Sünde liebt und thut, wie ehedem, der isset und trinket unwürdig.
Befinde ich mich nun jetzt in einer solchen Gemüthsverfassung, daß ich das heilige Abendmal würdig und mit Nugen gebrauchen kann? Habe ich Zeit genug, meine Gedanken zu sammeln und sie mehr, als sonst, auf Jesum zu richten? Ist Jesus meinem Herzen theuer, ist mir das Andenken an ihn erwünscht und willkommen? Erkenne und schäße ich seine Liebe und sein Verdienst? Weiß ich, es, wie vicl ich ihm schuldig bin? Glaube ich mit Zuversicht, in ihm meinen Heiland und Seligmacher, so wie den Heiland und Seligmacher der ganzen Welt zu finden? Bin ich bis zu einer lebendigen Ueberzeugung gewiß, daß ich, wenn ich an ihn glaube, nicht verloren gehn, nic unglück selig sein und werden, sondern das ewige Leben haben werde? Empfinde ich Dankbarkeit, Liebe, Vertrauen und Gehorsam gegen ihn? Giebt mir mein Herz und Leben das Beugniß: daß ich in der That und Wahrheit ein Nachfolger Jesu bin, daß ich mich beeifere, es zu sein, und seinen Belehrungen, seinen Borschriften und seinem Vorbilde gemäß zu denken, gesinnt zu sein und zu handeln? Wünsche ich mir neue Kraft zu leben im Glauben
des Sohnes Gottes, in diesem Glauben zu beharren bis ans Ende, und in diesem Glauben den Gott ben, der uns zuerst geliebet hat, Jesum zu lieben, der uns geliebet hat bis in den Tod, alle Mitchristen zu lieben, weil wir Glieder eines Leibes sind, dessen Haupt Christus ist, alle Menschen zu lie ben, weil Christus sich für alle dahingegeben hat, auch Feinde zu lie ben, weil Christus für uns gestorben ist, da wir auch seine Feinde waren? Freue ich mich Jesu und meiner Gemeinschaft mit ihm, finde ich mich in derselben glückselig, wünsche ich, ihm immer näher zu kommen, immer noch inniger mit ihm verbunden zu werden? Ist das die Stimmung meines Gemüths, ift dieß wirkliche Empfindung, wirklicher Wunsch, wirkliches Streben meiner Seele, dann befinde ich mich in einem solchen Zustande, in wel chem ich das heilige Abendmal mit Nugen feiern kann. Und je mehr dieß die Stimmung meines Gemüths ist, mit desto größerm Nußen werde ich das Abendmal des Herrn feiern.
zu lie
Bin ich aber jetzt zu sehr zer= streut in die Geschäfte und Sorgen dieses Lebens; mangelt es mir an Zeit zum ruhigen Nachdenken über Jesum, ist mir Jesus gleichgültig; bin ich unempfindlich gegen seine Liebe und seine Wohlthaten; ist mir sein Tod am Kreuze nicht wichtig; zeige ich meinen Glauben nicht durch meine Werth; gebe ich mich
bloß


