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Dresdner Gesangbuch auf höchsten Befehl herausgegeben : mit Königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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Vorbereitung zum heiligen Abendmale.

von der Sünde und dem Tode, und der Wiederherstellung desselben zum Leben und zur Unsterblichkeit; ein Gedächtnißfest unsrer gegenwärti­gen und zukünftigen Seligkeit, ein Freudenfest über unsre Seligkeit durch Jefum.

tigsten Erretters, des höchsten Be- Christum, der Errettung desselben förderers der Glückseligkeit unsers Geschlechts, der mehr für uns ge­than, gelitten und aufgeopfert hat, und noch jetzt für uns thut, und künftig thun wird, als nie ein Freund und Wohlthäter der Men schen gethan hat, und thun kann. Es ist ein Jesusfest, das wir zu seiz ner Ehre feiern, bei welchem wir als seine Freunde und Verehrer erschei­nen, mehr als sonst an ihn denken, feierlicher als sonst uns an ihn ver­pflichten, lebhafter als sonst uns sei­ner freun. Es ist ein Fest der Liebe seines himmlischen Vaters, der die Welt also geliebet hat, daß er seinen eingebornen Sohn gab, ein Fest der Liebe Jesu und Alles dessen, was er aus Liebe ehedem gethan hat, noch thut, und künftig thun wird; insbe­sondere aber ein Fest seines Versöh­nungstodes, durch dessen wieder hotte Feier die Wahrheit unaufhör­lich erneuert, von Geschlecht zu Ge­schlecht fortgepflanzt und bis ans Ende der Tage erhalten werden soll, die große und dem ganzen menschli­chen Geschlechte unendlich wichtige Wahrheit: daß Jesus Christus ge­storben ist für die Sünden der Welt, und daß in keinem Undern das Heil, und daß kein anderer Name den Men­schen gegeben ist, darinnen sie kön­nen selig werden, denn allein der Name Jesu. Es ist ein Dankfest für seine Wohlthaten, die wir schon jetzt genießen und künftig erwarten. Es ist ein Gedächtnißfest der Erlösung des menschlichen Geschlechts durch

Und ist es Jesus nicht werth, daß wir ihm ein solches Feft feiern? Hat er es nicht verdient, unser ges rührteftes Undenken, unsre innigste Liebe, unser höchstes Vertrauen, un­sern willigsten, freudigsten Gehor­sam, unsre ewige Dankbarkeit, das Andenken, die Liebe, das Vertrauen, den Gehorsam, die Dankbarkeit un­fers ganzen Geschlechts? Was wä­ren wir ohne Jesum, was würden wir sein, ohne ihn? was sind wir durch ihn worden, was können und sollen wir durch ihn werden? Was kann jedem Menschen wichtiger sein, als daß Jesu Andenken auf Erden von Zeit zu Zeit erneuert, von Ge­schlecht zu Geschlecht fortgepflanzt, von einem Theile der Erde zu dem andern verbreitet und bis ans Ende der Tage erhalten werde?

Ja du bist würdig, Sohn des Ul= lerhöchsten, du bist würdig zu neh­men Preis und Ehre, und Unbe­tung und Dank. Und das will auch ich jetzt bei der Feier deines Nacht= mals dir darbringen. Dein Unden­ken soll meinem Herzen auf ewig theuer, es soll stets meine Freude, meine Ehre und mein Ruhm sein. Umen.

Nachden