Erster Theil.
sich selbst den Grund zur ew'gen Ruhe rauben. Wer treulich hier dein Wort zu seiner Richtschnur macht, dem giebt es Licht und Trost auch in der Todesnacht.
4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falschen Lehre, und hilf, daß ich dein Wort mit festem Glauben ehre! Gieb deinen Geist in's Herz, der Luft und Kräfte giebt, daß man die Wahrheit lernt, prüft, glaubt, erfährt und übt.
10.
Vom Worte Gottes.
11
Es sey mein Theil; es sey mir Heil und Kraft zum ew'gen Leben.
Mcl. Ach Gott und Herr.
ott ist mein Hort,
und auf sein Wort soll meine Seele
8
Ich wandle hier, mein
Gott, vor dir, im Glauben, nicht
trauen.
im Schauen.
2. Dein Wort ist wahr, laß immer dar mich seine Kräfte schmecken. Laß keinen Spott, o Herr, mein Gott! mich von dem Glauben schrecken.
3. Wo hätt' ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstånd' ich nie, wie ich dich würdig ehrte.
4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben. 3ur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben.
5. Dein ew'ger Rath, die Missethat der Sünder zu verfühnen, den kennt' ich nicht, wär' mir dies Licht nicht durch dein Wort erschienen.
6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen; nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist ein gläubig Abba sagen.
7. Mich zu erneu'n, mich dir zu weih'n, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh' vermag ich's nie! dein Wort giebt neue Kräfte.
8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort! denn du haft's uns gegeben,
Nach der Mel. des 7. Lieds.
er du das Daseyn mir
11. D gegeben, wie preis ich
dich, o Gott, dafür! Nie kann mein Dank' dich g'nug erheben! durch ChriDank' dich g'nug erheben! durch Christum schenktest du es mir. Kein Licht, kein Trost erfreute mich, kennt' ich nicht, Jesu Christe, dich.
2. Auf ungewissen finstern Pfaden würd ich ein Raub des Irrthums seyn; mit Sündenschuld und Fluch beladen, müßt ich des Richters Rache scheu'n; ich fánde keinen Trost in Noth; mich schreckte stündlich Grab und Tod.
3. Wozu hat mich mein Gott er: schaffen? was ist auf Erden meine spflicht? wird auch mein Geist im Tod entschlafen? und, hålt Gott fünftig ein Gericht, wie werd' ich im Gericht bestehn? wie der verdienten Straf' entgehn?
4. Entscheidet die Vernunft die Fragen durch ihrer Einsicht schwaches Licht? Hebt sie die 3weifel, die mich plagen? und bleibt der Trost, den sie verspricht? Uch! ohne Chrifti Licht und Heil wär' Finsterniß und Tod mein Theil.
5. Ja, du hast mich den Finsternissen des Irrthums, und der Sünde Macht durch deine Lehre, Herr, entrissen; ihr Licht zerstreut 3weifels Nacht. Du zeigest mir des Höchsten Rath, und führst mich auf der Wahrheit Pfad.
des
6. Ich weiß, wozu mich Gott er: schaffen; ich kenne meine ganze Pflicht. Mein Geist wird nicht im Tod entschlafen; wer an dich glaubt, wird im Gericht durch dich, o Heiland, wohl bestehn, und dann verklärt dich selber sehn.
7. Jesu, laß mich deiner Lehre gehorchen mit stets größ'rer Lust, und feines Spotters Bahn zerstöre dein Heiligthum in meiner Brust. Mein ganzes Leben preise dich! Dein Heil erfreu' im Tode mich!
MOTOROSOKO
Olaia 101 S
HOHOHOKOLOK


