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Um 14. Sonntage nach Trinitatis.
und hob ihn auf sein Thier und führete| Evang. am 14. Sonnt. n. Trinit., ihn in die Herberge und pflegete sein.
Des anderen Tages reifete er, und zog
heraus zween und gab sie dem Wirthe, und sprach zu ihm: Pflege sein, und so du was mehr wirst dar: thun, will ich dirs bezahlen, wenn ich wieder komme. Welcher dünkt dich, der unter diesen drefen der nächste sey gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und thue desgleichen.
Epistel, Gal. 3, v. 15:22.
Qieben Brüder, ich will nach menstLieben
licher Weise reden: verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätiget ist, und thut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheißung Abrahá und seinem Saamen zugesagt. Er spricht nicht, durch die Saamen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Saamen, welcher ist Chriftus. Ich sage aber davon: bas Testament, das von Gott zuvor bestátiget ift auf Shriftum, wird nicht auf gehoben, die Verheißung durch das Gesetz aufhören, welches gegeben ist über vierhundert und dreißig Jahr hernach. Denn so das Erbe durch das Gefeß erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung geg ben; Gott aber hat es Abraham durch Ver: heißung frei geschenket. Was soll denn das Geset? Es ist dazu kommen um der Sünde willen, bis der Saame káme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln, durch die Hand des Mittlers. Ein Mittier aber ist nicht eines einigen Mittter, Gott aber ist einig. Wie? ist denn das Gefen wider Gottes Verheißung? Das sey ferne. Wenn aber ein Gefeß gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, fo fame die Berechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Über die Schrift hat es alles beschloffen unter die Sünde, auf daß die Verheißung käme durch den Glauben an Jesum Chriftum, gegeben denen, die da glauben.
Luc. 17, v. 11:19.
Und nd es begab sich, da er reisete gen
Jerusalem, zog er mitten durch Samariam und Galildam. Und als er in einen Markt ging, begegneten ihm zehn aussägige Männer, die stans den von ferne und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser. Und da er sie sahe, sprach er zu ihnen: Schet hin, und zeiget euch den Priestern. Und es ge= schahe, da sie hingingen wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er fahe, daß er gefund worden war, kehrete er um und preifete Gott mit lauter Stimme. Und fiel auf sein Ungesicht zu feinen Füßen und dankete ihm, und das war ein Samariter. Jefus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein worden? Wo sind aber die neune? hat sich sonst keiner funden, der wieder umkehrete, und gåbe Gott die Ehre, denn dieser Fremd.ing? und er prach zu ihm: Stihe auf, gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen.
Epistel, Gal. 5, v. 16-24. Sch fage aber, to be im Seiffer, fo
werdet ihr die Lüste des Fleisches nidst vollbringen. Denn das Fle sch gelüftet wider den Geist, und den Geist wider das Fleisch. Dieselbige find wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet. Regieret euch aber der Geist, so send ihr nicht unter dem Gefeße. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Ub: götterei, 3auberet, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, 3ant, 3wietracht, Rotten, paß, Mord, Saufen, Fressen und tergleichen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt, und sage noch zuvor, daß, die soiches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geiftes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmuth, Reuschheit. Wider solche ist das Geset nicht. Welche aber Cbriftum angehören, die freuzigen ihr Fleisch, sammt den Lüften und Begierden.


