Um 11. Sonntage nach Trinitatis.
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so würdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Uber nun ist es vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern, und an allen Orten ängsten,
und werden dich schleifen, und keinen Stein auf dem andern lassen, darum, daß du nicht erkennet haft die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus, ihr aber habt's gemacht zur Mördergrube. Und er lehrte täglich im Tempel. Über die Hohenprie= fer und Schriftgelehrten, und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrächten; und fanden nicht, wie sie ihm thun sollten; denn alles Volk hing ihm an, und hörete ihn.
Epistel, 1. Cor. 12, b. 1:11. Vond on den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Brüder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden feyd gewesen, und hin gegangen zu den stummen Göhen, wie ihr geführt wurdet. Darum thue ich euch kund, das niemand Jefum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und
einem andern Geister zu unterschei den, einem andern mancherlei Spra: chen; einem Undern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirkt der= selbige einige Geist, und theilet einem Jeglichen seines zu, nachdem er will.
Fr
Fr fagte aber zu Etlichen, die sich felbft vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die Undern, ein solches Gleichniß: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel zu beten, einer ein Pharifäer, der andere ein Zöllner. Der Pharifäer stand, und betete bei sich selbst alſo: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie antere Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von Allem, das ich habe. Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an feine Brust, und sprach: Gott, sey mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Diefer ging hinab gerechfertiget in fein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedris get, der wird erhöhet werden.
heißen, obne durch den heiligen Geift. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist, und es sind mancherlei Nemter, aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte, aber es ist ein Gott, der da wirket Alles in allen. In einem Feglichen erzeigen sich die Gaben des Geiftes zum gemeinen Nußen. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem Undern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demselbigen Geift; einem Undern der Glaube, in demselbigen Geist; einem Undern die Gabe gefund zu machen, in demselbi. gen Seift: e nem Undern Wunder zu thun; einem Undern Weissagung;
Evang. am 11. Sonnt. n. Trinit.,
Lucas 18, v. 9-14,
Epistel, 1. Cor. 15, v. 1- 10.
cherinnere euch aber, lieben Brü
verkündigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch ftehet; durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch ver= kündiget habe, so ihr es behalten habt, es wäre denn, daß ihr es umsonst ge= glaubt hättet. Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Christus gestorben fen für unsere Sünden, nach der Schrift; und daß er begraben sey, und daß er auferstanden sey am drit: ten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, darnach von den Zwölfen. Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünf hundert Brüdern auf einmal, derer


