Von Gott, dessen Wesen
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Tücke gereichen mir alsbann zu Glücke. Gott ist getreu!
8. Gott ist getreu! Ver giß, o Seel', es nicht, wie zärtlich freu er ist! Jbm treu zu seyn, sei deine liebste Pflicht, weil du so werth ihm bist! Halt fest an Gott, fei treu im Glauben! Laß nichts den starten Troft dir rauben: Gott ift getreu!
mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sebn wirft, wie er ift. Du haft ein Recht zu diesen Freuden, durch Gote tes Güte find fie dein. Auch darum mußte Chriftus leiden, damit du könnteft felig seyn.
4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren, und seine Gute nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gebn? Sein Will' ift mir in's Herz geschrieben; fein Wort bestärkt ihn ewig
In eigener Melodie.
32 Wie groß ist des All. lich. Gott soll ich über Alles
lieben, und meinen Nächsten gleich als mich.
mächt'gen Güte; ist der ein Mensch, den fie nicht rührt? der mit verhärtetem Gemüthe ben Dank erstickt, der ihr gebührt? Nein, seine Liebe zu ermes fen, sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr bat mein noch nie vergessen; vergiß, mein Herz, auch feiner nicht,
2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewisfen? Wer gibt dem Geifte neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? 31's nicht der Herr, der Alles schafft?
3. Schau, o mein Geift! in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bift; wo du,
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Liebe, Güte und Barmherzigkeit Gottes.
5. Dieß ist mein Dank, dieß ist sein Wille: ich soll vollkommen seyn, wie er. So lang ich dieß Gebot erfülle, ftell' ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, so treibt fie mich zu ieder Pflicht! und ob ich schon aus Schwachheit feble, berricht doch in mir die Sünde nicht.
6.
O Gott! laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen seyn. Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, fie leite mich zur Zeit des Glücks, und fie befieg' in meinem Herzen die Furcht des leg ten Augenblicks.
SORET.


