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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
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und Eigenschaften.

Allgegenwart Gottes.

Mel. Auf Christenmensch.

21 Nie

ie bist du, Höch­

fern: du wirkst an allen En­den. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, bin ich in dei­nen Händen. Durch dich nur leb' und athme ich; denn deine Rechte schüßet mich.

2. Was ich gedenke, weis­feft du; du prüfeft meine Seele. Du siehst es, wann ich Gutes thu; du sieht es, wann ich feble. Nichts,

nichts fann beinem Aug' ent­

fliehn; und nichts mich dei

ner

3. Wann ich in stiller Ein­famkeit mein Herz an dich ergebe und über deine Huld erfreut, lobfingend dich er hebe: so börst du es, und ftehst mir bei, daß ich dir immer treuer fei.

4. Du merkst es, wann des Herzens Rath verkehrte Wege wählet; und bleibt auch eine böse That vor aller Welt verhehlet, so weißt du fie, und ftrafest mich zu mei­ner Beßrung väterlich.

5. Du hörest meinen Seufzern zu, daß Hülfe mir erscheine. Vell Mitleid, Bater, zähleft du die Thrä­nen, die ich weine! On fiehst und wägest meinen Schmerz, und stärkft mit deinem Troft mein Herz.

13

6. O drück, Allgegenwär tiger! dieß tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr! mein Herz zur

heilig Auge scheu, und dir zu dienen eifrig sei.

7. Laß überall gewissens haft nach deinem Wort mich handeln: und stärke mich dann auch mit Kraft, vor dir getroft zu wandeln! Daß du, o Gott! ftets um mich sei'ft: das tröst' und beßre meinen Geist!

In eigener Melodie.

22 Allgegenwärtiger!

verborgen, wo ich bin, wollt' auch auf schnellen Schwin­gen mich an die fernsten Meere hin die Morgenröthe bringen.

2. Flieg' ich zum Himmel hoch empor, mich unter sei­nem Sternenchor im Glanze zu verstecken; so bist du da, ziebst mich hervor, und Schande wird mich decken.

3. Steig ich vor deinem Thron hinab ins Haus der Finsternis, das Grab; du. bist auch da zugegen; auch da folgt mir dein Richter­stab auf schauervollen We­gen.

4. Der Alles schuf, ift überall: o fürchterlicher Donnerschall in aller Sün­der Obren! Sie fürchten A7 fei­