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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Gebäte zur Hausandacht [und] Episteln und Evangelien auf alle Sonntage und hohe Feste [und] Der kleine Katechismus D. M. Luthers
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Geschichte der Zerstörung Jerusalems.

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überall auf der Erde umber, wollen noch immer nicht das Licht der Wahrheit achten und durch den Glauben an Jesum Christum den Weg zu ihrem Heil nicht einschlagen, an ihn, der schon einst ihre Vorfabren in Jerusalem vers fammeln wollte, wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel.

So wie aber jener Ausspruch im Buche Mosis an dent Volke in Erfüllung ging; so auch der Ausspruch Jefu: Matth. 25, 38. Siehe, euer Haus soll euch wüste ge­lassen werden; und Euf. 19, 24. Deine Feinde werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen. Denn der Feldherr Titus gab den Befehl, Mauern und Gebäude zu schleifen; und es ward alles so dem Erdbo­den gleich gemacht, daß es in der Folge kaum glaublich war, daß chedem hier eine so große, prachtige und volk­reiche Stadt gestanden habe. Und so ist denn auch das Wort Jesu erfüllet worden, das wir Luk. 21, 24. lesen: ,, Sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe, und gefangen geführet werden unter alle Völker; und Jeru­falem wird jertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfüllet wird."

Also fügte es der Heilige und Allweise, daß der jüdi sche Staat fammt Jerusalem zu Grunde gehen mußte; weil die Juden gegen alle Erweisungen der Huld Gottes undank­bar waren, die Propheten tödteten und selbst Jefum Chri­stum kreuzigten; damit die Ehre Jesu als Gesandten Gottes des Vaters gerettet, und seine beglückende Religion aus­gebreitet werde! So ging das schwere Gericht Gottes über ein Volk, das ganz ausgeartet und lasterhaft geworden war, und sich auch nicht lehren und bessern lassen wollte; sondern alle Belehrung und Vermahnung von sich stieß.

O, möchten doch dieß alle christlichen Völker zu Herzen nehmen! Möchten sie die Gnade Gottes in Christo Jesu dankbar erkennen, im Glauben an ihn sich vom Irrthum zur Wahrheit, vom Laster zur Tugend, vom Wege des Ver­derbens auf den Weg des Lebens leiten lassen! Mochten sie ihre Tempel und das Wort Gottes immer heilig hal­ten; und nicht durch Verachtung des Evangelii, nicht durch Ueppigkeit und Sicherheit und Zwietracht, Got­tes,