Druckschrift 
Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Gebäte zur Hausandacht [und] Episteln und Evangelien auf alle Sonntage und hohe Feste [und] Der kleine Katechismus D. M. Luthers
Entstehung
Einzelbild herunterladen

und Eigenschaften.

8. Ich sah vor Krankheit bleich durch dich mein Leben hergestellt, und deine Gnade schmückte mich, wann Sünde mich entstellt.

9. Von Freudenstrahlen glänzt mein Blick, da du so hoch mich liebst, und mir, in wahrer Freundschaft Glück, mehr, als ich wünschte, gibst.

10. Und welche Wohlthat, Herr! ist nicht dies Herz, das fühlen kann, dies Herz, ganz dein, das dankbar spricht, was du an mir gethan!

11. Kein Tag soll würd' ger mir vergehn, als, Ew'ger dir zum Preis; ich soll froh­lockend dich erhöhen, als Jüngling, und als Greis.

12. In Schrecken, Angst, Gefahr und Noth, trau ich allein auf dich. Durch dich gestärkt, ist selbst der Tod mir nicht mehr fürchterlich. In eigener Melodie.

346) 8 8 lebt ein Gott

der Menschen liebt! Ich seh's, wohin ich blicke, am Nebel, der den Himmel trübt, so wie am Sonnenblicke.

2. Ich seh's an jeder dunk len Nacht, wo auch kein Stern mir leuchtet: am Mond, wann er in stiller Pracht mir meinen Pfad erleuchtet.

23

4. Nicht nur wann Früh­lindslüfte wehn durch Land und junge Blüthe, nicht nur, wann reife Saaten stehn, seh ich des Schöpfers Güte.

3. Ich seh's wann Don­nerwolken glühen, und Berg und Wald bewegen, ich seh's, wann sie vorüberfliehen, am fruchtbar sanften Regen.

5. Ich seh sie auch, wann tiefer Schnee die starre Flur bedecket, und brausend von des Himmels Höh der Nord den Wandrer schrecket.

6. Ja, wie sie sich in der Nas tur allliebend meinem Blicke entdeckt, so seh ich ihre Spur beim wechselnden Geschicke.

7. Ich sehe sie nicht nur im Glück, bei dieses Lebens Freuden: ich seh' sie mit be­thräntem Blick auch in des Lebens Leiden.

8. Einst seh ich ohne Thrä­nen sie, noch beitrer, als die Sonne, und singe, frei von aller Müh, ihr Lob in ew'ger Wonne,

Met. Mein ganzer Geift.

35 Gott, deß starke D

Hand die Welt erschaffen hat, und noch ers hält! Ich spüre deine Güte hier auf der Welt an jedem Ort. Sie hilft mir Schwa chen gnädig fort; und wann ich mein Gemüthe von hier zu dir o Gott! wende, streckst du Hände voll Er. barmen und voll Wohl­thun nach mir Armen.

2. Seh ich den weiten Him­met an, so viel ich davon sehen kann; so seh ich deine Güte. Der Himmelskörper Lauf und Pracht, das Ster­

nen