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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Gebäte zur Hausandacht [und] Episteln und Evangelien auf alle Sonntage und hohe Feste [und] Der kleine Katechismus D. M. Luthers
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Von Gott, dessen Wesen und Eigenschaften. 5

Frohlockt ihm alle Frommen! breitet sich dein Fittig über Wer ist ihm gleich? Wer ist, Alle. Du bist voll Freund­wie Er, so herrlich, so volle lichkeit, voll Huld, barms kommen? Der Herr ist groß, herzig, gnädig, voll Geduld, sein Nam' ist groß, er ist uns ein Vater, ein Verschoner. endlich, grenzenlos in seinem ganzen Wesen.

2. Er ist und bleibet, wie er ist. Wer strebet nicht ver­gebens, ihn auszusprechen? Wer ermißt die Dauer seines Lebens? Wir Menschen sind von gestern her; eh noch die Erde war, war Er, noc) eher als die Himmel.

3. Um seinen Thron her strömt ein Licht, das ihn vor uns verhüllet: ihn fas sen alle Himmel nicht, wie weit er sie erfüllet. Er blei bet ewig, wie er war, ver­borgen und auch offenbar in seiner Werfe Wundern.

4. Wo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, fennet, was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weie heit und Verstand, und Kraft und Stärke; seine Hand um­spannet Erd' und Himmel.

5. Ist er nicht nah? ist er nicht fern? weiß er nicht alle Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Umsonst büllt ihr in Finsterniß, was It ihr beginnt, er sieht's gewiß, er sicht es schon von ferne,

6. Wer schützt den Welt bau ohne dich, o Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig

7. Gerecht bist du, bist heis lig, gut, und reiner als die Sonne! Wohl dem, der deinen Willen thut, denn du vergiltst mit Wonne! Du haft Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig seyn, der Seligkeiten Fülle!

8. Du nur verdienest Lob und Dank, du nur Gesang und Ehre! Kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott, und keiner mehr! Wer ist ihm gleich? wer ist wie er, so herrlich, so vollkommen?

Mel. Mein erst Geschäft sey

12 Gs s ist nur Einer

Herr und Gott im Himmel und auf Erden. Nur sein allmächtiges Gebot hieß Erd' und Himmel werden.

2. Was er erschuf, das fann allein durch seine Kraft befieben; will er, die Welt soll nicht mehr seyn, so muß die Welt vergehen.

3. Mit Allgewalt und Ma­jestät ist er nur Weltregierer der Sterne, die er ausgefät, und unsers Lebens Führer.

4. Groß ist sein Name, mit der That fann er's der Welt beweisen. Herr! groß an Huld, an Macht und Rath! wer sollte dich nicht preisen? 5. Did