Erster Theil.
Gemüthe. Billig muß ich dir hinwieder meine Glieder ganz ergeben, und nur dir zu Ehren leben.
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Der 36. Psalm.
Mel. des Psalms.
Vom Wesen Gottes
wer kann sie, Gott, so wie du, mit voller Freud' erquicken? Wer kann der Deinen reine Brust mit Strömen nie gefühlter Lust, wer will sie so entzücken.
3. Fließt, fließt nicht alle Seligkeit, o Gott, aus deiner Gútigkeit, quillt nicht von dir das Leben? Auch kenn= ten wir dich, Höchster, nicht, hätt st du uns des Verstandes Licht, dein Wort, Herr, nicht gegeben! Wer diesem Lichte folgt, der wird zum höhren Licht, zu dir, geführt! Den wirst du nicht verlassen! Geuß deinen Segen über die, die dich verehren! schüße sie, die alle Falschheit hassen!
6. Herr! dazu, bitt' ich, hilf du mir! 3euch immer näher mich zu dir durch deine große Güte! O heilige zu deinem Preis mich ganz, daß ich mit allem Fleiß mich vor dem Undank hüte. Laß mich, was ich bitt', erlangen; dir anhangen hier auf Erden, bis mir wird der Himmel werden.
36. ott, deine uld und
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Gútigkeit erfüllet alles, reicht so
weit, als deine Himmel reichen! Und alles sagt: daß deine Treu', wie du, unendlich, ewig sen! Eh' werden Berge weicher, eh' uns des Herren Huld verläßt! Stein,
nein! sein Wort steht ewig fest 4
auf nie bewegten Gründen! Du, Gott, von dem nur Gutes fließt, du lásfest uns, so lang' du bist,
Erbarmung vor dir finden.
2. Dein sind die Menschen, dein das Vieh! du, Gott, erhältst, ernähreft sie, wer fann dich gnug er= beben! Du Gott voll Gnaden, voll Geduld, stets fühlen deine Baterhuld, die hier auf Erden leben. Wer giebt dem Menschen sichre Ruh? Wer
Von der Geduld und Langmuth Gottes.
37.
viel Geduld beweisest du uns Urmen! Wir häufen täglich unsre Schuld, du háufest dein Erbarmen. Was
ist des Menschen Lebenslauf? Er ist verderbt von Jugend auf, und deinem Wink entgegen. Und gleichwohl, Vater, suchst du ihn langmüthig davon abzuziehn, zur Beßrung zu bewegen.
2. Der Menschen Elend jammert dich. Wenn sie sich gleich verstocken, so suchst du sie doch väterlich durch Huld zu dir zu locken. Wie lange sahst und riefest du nicht ehmals deinem Volke zu, daß sich ihr Herz bekehrte! wie trugst du nicht mit
Univ.- Bibl.
Giessen
etreuer Gott! Wie


