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Und endlich doch verlassenbiedin
Am Abend unsers Lebens stehn?
Und theure Gräber bauen, Und bang nach oben schauen, Indeß die Thräne fließt; Und lange harren müssen, Bis sich zum Ruhekiſsen
Auch uns der Mutter Schooß erschließt?
Ja, dir ist wohl vor Allen Ein schönes Loos gefallen, Mit frohem Unschuldssinn Im Morgenthau zu blühen, Und vor des Tages Glühen Schon wieder in der Erde drin.
Doch wie nach Sturmes Wüthen Vor den gebrochnen Blüthen Der arme Gärtner steht, Wenn seiner Hoffnung Streben Im zarten Blumen= Leben
Mit einem Mahl zu Grunde geht:
So steh' ich hier und weine, Und sinne still, und meine, Du seyft zu früh verblüht; Und drücke sanft das Siegel
Der Liebe auf den Hügel,
Dem Sturm und Zeit vorüber zieht.
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Ernst v. Houwald.


