VI-
Werth, unsrer bekümmerten Seele in den Tagen der Widerwärtigkeit Aufheiterung, Muth und die nöthige Kraft zu verleihen, und selbst einer so düstern Zeit, als die gegenwärtige in manchem Betrachte ist, eine lichtere Seite abzugewinnen. Nicht in der Außenwelt liegt dieses Mittel, sondern tief in unserm Innern. Es besteht in einer stillen, festen Richtung des Gemüthes nach oben hin, dahin, woher jede gute und jede vollkommene Gabe herabkommt. Wem sie eigen ist, der schreitet getrosten, heitern Sinnes vorwärts auf seiner Bahn, und sollte sie auch noch so rauh und dornenvoll seyn; den ängstigt kein Ungewitter des Lebens, und wenn auch alles um ihn wanke, alles ihn umstürme er hält sich aufrecht, gleich dem Felsen im Meer, den die Wuth tobender Wellen anzufallen, aber nicht zu erschüttern vermag.
-
-
Darum, ihr Wohlgesinnten, und ihr besonders, ihr hartgeprüften Dulder der Erde, aufwärts, aufwärts richte sich euer Blick!


