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Die Geschichte von dem Leiden und Sterben
sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich macht habe, dich zu freuzigen, und macht habe, dich los zu geben? Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von Oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat es größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn los ließe. Die Juden aber schrien, und sprachen: Läsfest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich selbst zum Könige macht, der ist wider den Kaiser. Da Pilatus pas Wort hörete, führete er Jesum heraus, und segte sich auf den Richtstuhl, an der Stäte, die da heißt Hochpflaster, auf Hebräisch aber Gabbatha. Es war aber der Rüsttag in den Ostern, um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer König. Sie schrien aber; Weg, weg mit dem, freuzige ihn. Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König, denn den Kaiser.
Da aber Pilatus sabe, daß er nichts schaffte, sondern daß viel ein größer Getümmel ward, gedachte er dem Volke genug zu thun, und urtheilte, daß ihre Bitte geschähe, nahm Wasser, und wusch die Hände vor dem Volk, und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihr zu. Da antwortete das ganze Volk, und sprach: Sein Blut komme über uns, und über unsere Kinder. Da gab er ihnen Barrabam los, ter ums Aufruhrs und Mords willen war ins Gefängniß geworfen, um welchen sie baten, Jesum aber gegeißelt und verspottet, übergab er ihrem Willen, daß er gekreuziget würde.
Vierte Sandlung.
Die Kreuzigung und der Tod Jesu.
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a nahmen die Kriegsknechte Jesum, zogen ihm den Mantel aus, und zogen ihm seine Kleider an, und führeten ihn hin, daß sie ihn freuzigten, und er trug sein Kreuz. Und indem sie hinaus gingen, fanden sie einen Menschen, der vorüber ging von Kyrene, mit Namen Simon, der vom Felde kam, der ein Vater Alexandri und Ruffi war, den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trüge, und legten das Kreuz auf ihn, daß er es Jesu nachtrüge.
Es folgte ihm aber nach ein großer Haufe Volks, und Weiber, die flagten und beweineten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst, und über eure Kinder. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren, und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben. Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallet über uns! Und zu den Hügeln: Decket uns! Denn so man das thut am grünen Holz, was will am dürren werden?
Es wurden aber auch hingeführt zween andere Uebelthäter, daß sie mit ihm abgethan würden. Und sie brachten ihn an die Stäte, die heißet auf hebräisch Golgatha, das ist verdolmetschet,


