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Lüneburgisches Kirchen-Gesang-Buch nebst einem Gebet-Buche : [nebst] Episteln und Evangelia auf alle Sonn- und Festtage ...
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unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi.

Etliche aber verdeckten ihn, und schlugen ihm ins Angesicht, beson­ders die Knechte, und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist es, der sich schlug? Und viele andere Lästerung sagten sie wider ihn. Des Morgens aber vetfammleten sich alle Hohenpriester, Schrift­gelehrten und Meltesten des Volks, dazu der ganze Nath, und hiel­ten einen Nath über Jesum, daß sie ihm zum Tode hülfen, und führten ihn hinauf vor ihren Rath, und sprachen: Bist du Chri­stus? Sage es uns. Er aber sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihr es nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und laßt mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sißen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen: Ihr saget es, denn ich bin es. Sie aber sprachen: Was bedürfen wir weiter Zeugniß? Wir haben es selber gehöret aus seinem Munde. Dritte Sandlung.

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Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Gerichte. Und nd der ganze Haufe stand auf, und banden Jesum, führeten

ihn von Caiphas vor das Nichthaus, und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontio Pilato, und es war noch frühe.

Da das sahe Judas, der ihn verrathen hatte, daß er verdam­met war zum Tode; gereuete es ihn, und brachte wieder die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Aeltesten, und sprach: Ich habe Uebel gethan, daß ich unschuldig Blut verrathen habe. Sie sprachen: Was geht uns das an? Da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hob sich davon, ging hin und er­henkte sich selbst, und ist mitten entzwei geborsten, und sein Ein­geweide ausgeschüttet.

Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge, und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen, denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Nath, und kauften um die Sil­berlinge, um den Lohn der Ungerechtigkeit, einen Töpfersacker, zum Begräbniß der Pilger. Und es ist tund geworden allen, die zu Je­rusalem wohnen, also, daß derselbige Acker genannt wird auf ihre Sprache: Akeldama, das ist, ein Blutacker, bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er spricht: Sie haben genommen dreißig Silberlinge, damit bezahlet ward der Verkaufte, welchen sie fauften von den Kindern Israel; und haben sie gegeben um einen Töpfersacker, als mir der Herr befohlen hat.

Die Juden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern die Ostern essen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus, und sprach: Was bringet ihr für eine Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten, und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Uebelthäter, wir hätten dir ihn nicht über­antwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen Niemand tödten; auf daß erfüllet würde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben würde. 7*