Gebet nach wieder erlangter Gesundheit. 69
Gebet nach wieder erlangter Gesundheit. Bon Joh. Friedr. Feddersen.
Jah
ch freue mich, und bin fröhlich über dich, und lobe deinen Namen, du Allerhöchster. Du hast mein Gebet nicht verworfen, hast mein Leben vom Tode errettet, und errettet rühme ich nuit fröhlich: es ist gut auf den Herrn vertrauen: Er ist der Elenden Schuß und ein Helfer in der Noth. Er läßt uns oft erfahren viel und große Angst, aber er macht uns wieder lebendig; er güchtiget uns wohl, aber er übergibt uns dem Tod nicht. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat. Ja, du mein ewiger Wohlthäter, warst es auch in meiner Krankheit. Nur zu meiner Besserung und Seligkeit hast du die Krankheit über mich verhängt, und in der Krankheit hast du mein Leben behütet, meine schwachen Kräfte gestårket, mir so manche Erquickung geschenket, und mich auf solche Art erfahren lassen, du habest Lust zu meinem Leben.
wie groß, Herr mein Gott, ist deine Güte, die du mir in der erzeigten Hülfe hast widerfahren lassen. Ich bin wieder gesund, habe Munterkeit und Kräfte meinen Beruf zu vollbringen, meinem Nächsten zu dienen, und mein Brod zu erwerben. Gewiß, ich war der Undankbarste, wenn ich dich meinen Helfer und Erretter vergessen könnte. Nein, habe ich dir in der Noth manche Gelübde gethan: so will ich sie auch nun, da du mir aus meiner Noth geholfen, treulich zu erfüllen suchen. Ich will dich loben allezeit, dein Lob soll immerdar in meinem Munde seyn; aber nicht nur mit meinem Munde will ich dich loben, sondern ich will dich noch mehr zu preisen suchen an meinem Leibe und Geis ste, so lange ich hie bin, und so als bein Eigenthum im Dienste der Gerechtigkeit und Tugend zu leben suchen. In dieser Absicht will ich steti wachen, beten und kampfen, daß mein Wandel nicht mit wissentlichen Sünden beflecket werde, wozu du mir den Beistand deines heiligen und guten Geistes nicht versagen wirst. So werde ich die Verlängerung neiner Lebenszeit, welche
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