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3. Gebete für die häusliche Andacht.
stårke mich, forthin als dein gehorsames Kind zu wandeln! Laß mich nie vergessen, was ich dir angelobt habe! Du hast, o Gott, meine Zusage gehört, und ach! wenn ich dir nun wieder vorsätzlich untreu würde: so würde die Zusage mich vor dir verwerflich und unvermeidlich elend machen.
So will ich denn künftig eine böse Neigung und eine fündliche Gewohnheit nach der andern von mir ablegen, mich mit jedem Tage von der Sünde immer mehr losreißen, und immer besser und frömmer zu werden suchen. Ich habe angelobt, dir, mein Gott, getreu zu feyn bis in den Tod, im Glauben und wahrer Frömmigkeit. Nun, so will ich denn mit ungetheiltem Herzen an dir hangen, dich über alles lieben, und dir, als dein gutes Kind, treu und ergeben bleiben bis an mein Ende.
Leite du selbst mich, durch deinen Geist, auf der ebnen Bahn der Frömmigkeit! Schaffe du selbst in mir ein reines Herz, und gib mir eine neue Gesinnung, die nicht mehr wankt, sondern im Guten gewiß und be ständig bleibt. Erhalte du mich dir getreu, unter den mannichfaltigen Reizungen und Verführungen zur Sunde, und laß mich von diesem Tage an in dem Bunde der seligsten Freundschaft mit dir, o mein Erbarmer, feft stehen, damit ich noch im Tode getrost seyn, und cinst von dir den Lohn der Treue empfangen möge. Amen.
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Erweckungen vor der Communion.
Herr,
err, mein Gott, der du Aufrichtigkeit lieb hast, gib, mein Herz auch besonders jezt dazu gerühret werbe, da ich wieder ein Mal an dem Leibe und Blute Jesu Christi, bey dem von ihm gestifteten Denkmal feines Leidens und seines Todes, Theil nehmen will. Bewahre mich, daß es nicht aus bloßer Gewohnheit, in Serstreuung oder völliger Gedankenlosigkeit, mit einem vereitelten, unfreundlichen, unreinen Herzen geschehe. Richte meine ganze Aufmerksamkeit auf deinen liebevol len Rath von der Menschen Seligkeit, den du in der Sens


