Gebet vor der Beichte.
20 hand Wohlan, mein Glaube hält dich fest, som min Und wenn du einst mich rufen läßt, So bin ich in dir wohlgemuth, Denn Ende gut macht Ulles gut.
18
biar
73
indne
de diar ( 1973
III. Gebete für besondere Anlässe.
Gebet vor der Beichte.
Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz, prüfe und erfahre, wie ichs meine. Siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Vor dir, o Ullwissender, liegen alle meine Gedanken, alle Regungen meines Herzens, alle meine Worte und Werke bloß und ents deckt. Dein Uuge schauet in das Innerste meiner Seele. O mein Gott! gieb mir das Verderben meiner Seele recht lebhaft zu erkennen, damit ich dich als meinen Arzt suche, der allein die Wunden des Gewissens zu hei len vermag, Groß und zahllos sind die Wohlthaten, die ich von dir empfangen habe, und noch täglich empfange. Aber ach, so oft bin ich gegen die rührenden Beweise deiner Huld und Gnade gleichgültig geblieben, so oft habe ich die Gefühle des Dankes gegen dich in meinem Innern ers stickt, so oft bin ich dir, meinem größten Wohlthäter, durch Ungehorsam gegen deine heiligen Gebote, durch sündliche Gedanken, Worte und Werke mißfällig geworden.
Ich bin erlöst und mit dem Blut deines Sohnes erkauft. Aber ach, ich habe es bisher nicht ernstlich bedacht, daß Jesus Christus mich bis zum Tode geliebt und sich selbst für mich dargegeben hat. Ich habe die Größe seiner Liebe und den hohen Zweck seines heiligen Leidens und Sterbens nicht tief genug beherzigt. Ich habe mich meinem Heiland nicht zu feinem Eigenthum hingegeben, nicht ihm, der für mich am Kreuze gestorist, sondern mir selbst, meinen Lüsten und Begierden gelebt; ich habe nicht ihn, der für mich geduldet und geblutet hat, sondern die Welt und das, was in der Welt ist, geliebt.
Dein Geist, o Gott, hat mir bisher auf dem schlüpfrigen Wege fo oft die hand geboten, um mich zum Himmel zu leiten. So oft hat er mein Herz ergriffen, so manche gute Rührung in meinem Innern erweckt, mich so oft auf mein ewiges Heil aufmerksam zu machen gesucht. Aber ach, ich habe die Hand dieses göttlichen Führers zurückgestoßen, ich habe das Werk seiner göttlichen Gnade in mir vereitelt, ich habe die guten Eindrücke, die er in mir weckte, durch Leichtsinn und Eitelkeit geschwächt und erstickt, ich habe seine Warnungen und Drohungen, seine Verheißunz gen und Ermunterungen verachtet. Ich habe muthwillig widerstrebt dem guten Geiste, der mich Gott und meinem Erlöser heiligen, und auf die Ewigkeit vorbereiten wollte!
Ich habe das große Gebot meines Heilandes: liebe deinen Nächsten wie dich selbst, oft und viel durch Gesinnungen, Reden und Thaten übers treten. Ich habe die unseligen Triebe des Stolzes, der Selbstsucht, des Neides, des Bornes und der Rachsucht in mir genährt. Ich war so oft nur auf das meine, nicht auf das, was des andern ist, bedacht. Ich war fogar gegen die Noth und das Elend meiner Mitmenschen oft gleichgils


